
Eine Studie mit einem überraschenden Ergebnis: E-Autofahren kann dick machen! Viele Fahrer greifen während der Ladepause zu Burgern, Snacks oder Süßigkeiten – mit Folgen für Figur und Konzentration.
Laden, warten, snacken: Eine neue Studie zeigt jetzt ein überraschendes Problem vieler E-Auto-Fahrer – und das könnte langfristig auf die Hüften gehen.
Achtung: Burger statt Bewegung
Wer mit dem E-Auto auf große Fahrt geht, kennt das Szenario nur zu gut: Der Akkustand sinkt, die nächste Schnellladesäule wird angesteuert – und direkt daneben leuchten Burger-Schilder, Backshops oder Snackautomaten. Was wie ein harmloser Zwischenstopp klingt, könnte laut einer neuen Studie zum echten Figur-Killer werden. Denn offenbar nutzen viele Fahrer die Ladepause nicht zum Beinevertreten, sondern zum Schlemmen. Das Marktforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag des Direktversicherers DA Direkt im März 2026 rund 2500 Bundesbürger sowie zusätzlich 1000 E-Auto-Fahrer befragt. Das Ergebnis: Mehr als jeder zweite Stromer-Fahrer greift während des Ladens zu Essen oder Snacks.
Während 31 Prozent der Befragten Besorgungen erledigen oder einkaufen gehen, nutzt nur eine kleine Minderheit die Pause aktiv. Gerade einmal sechs Prozent bewegen sich bewusst oder treiben sogar etwas Sport. Stattdessen dominieren Schokoriegel, Kaffee, Chips oder Fast Food den Ladestopp. Die Studie sieht dafür klare Ursachen. Viele öffentliche Ladestationen seien wenig einladend: fehlende Toiletten, keine Sitzmöglichkeiten, kaum Schutz vor Regen oder Sonne. Wer dort zwanzig oder dreißig Minuten warten muss, vertreibt sich die Zeit oft mit Essen. Besonders an Autobahnen ist die Versuchung groß, denn Schnelllader stehen häufig direkt neben Fast-Food-Ketten oder Raststätten. Forscher sprechen inzwischen sogar scherzhaft von „Ladepositas“ – angelehnt an den medizinischen Begriff Adipositas für krankhaftes Übergewicht.
E-Auto-Boom verändert den Markt
Dabei wächst die Zahl der E-Autos in Deutschland rasant weiter. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden allein im April mehr als 64.300 Elektrofahrzeuge neu zugelassen – ein Plus von 41,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit machen E-Autos inzwischen fast ein Viertel aller Neuwagen aus und liegen sogar vor klassischen Benzinern.
Parallel wächst auch das Ladenetz kräftig. Immer mehr Anbieter kämpfen um Kunden – und senken deshalb ihre Preise. Nach Daten des Marktdienstleisters Cirrantic fiel der durchschnittliche Preis fürs Schnellladen seit Herbst 2024 von 75 auf zuletzt 65 Cent pro Kilowattstunde. Anbieter locken inzwischen mit Rabatten, Bonusprogrammen und neuen Abo-Modellen.
(Quellen: Studie, Forschungsteam, Verkehrsanalysen, dpa)














