Neue TÜV-Maßnahme kommt: Millionen Autofahrer davon betroffen

Ein Auto befindet sich gerade in einem offenen Raum, in dem es gründlich von Mitarbeitern des TÜV untersucht wird. Über dem Raum steht auf einem blauen Schild in einer weißen Schrift "Hier prüft der TÜV SÜD". Daneben befindet sich das TÜV-Siegel.
Symbolbild © imago/ Sven Simon

Autofahrer in Deutschland sollten aufmerksam verfolgen, welche Änderungen bei der Hauptuntersuchung auf sie zukommen. Eine neue TÜV-Maßnahme sorgt derzeit für hitzige Diskussionen. Denn Millionen Autofahrer sind betroffen und sehen ihre Zulassung in Gefahr. 

Wer ein Auto besitzt, kommt an der Hauptuntersuchung nicht vorbei. In regelmäßigen Abständen müssen Fahrzeuge auf ihre Verkehrssicherheit und ihren technischen Zustand überprüft werden. Eine neue TÜV-Maßnahme könnte Autofahrer in Schwierigkeiten bringen.

Neue TÜV-Maßnahme kommt: Was Autofahrer jetzt über die Hauptuntersuchung wissen müssen

Die Hauptuntersuchung, oft als TÜV bezeichnet, ist eine gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsprüfung für Autos. Tatsächlich wird die Untersuchung inzwischen allerdings nicht nur von der TÜV-Organisation durchgeführt, sondern auch von anderen zugelassenen Prüfstellen. Neuwagen müssen in der Regel erstmals nach drei Jahren zur Hauptuntersuchung, anschließend ist sie alle zwei Jahre fällig.

Die Prüfstellen checken unter anderem Bremsanlage, Lenkung, Fahrwerk, Karosserie sowie elektronische Systeme. Für Autofahrer ist die Untersuchung von großer Bedeutung, da sie dazu beiträgt, technische Mängel frühzeitig zu erkennen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Stellen die Prüfer erhebliche Mängel fest, muss der Halter das Fahrzeug reparieren lassen.

Neue TÜV-Maßnahme kommt: Diskussion um eCall-Systeme nach 2G-Abschaltung

Aktuell steht das sogenannte eCall-System in der Debatte. Das automatische Notrufsystem ist in vielen neueren Fahrzeugen verbaut und setzt bei schweren Unfällen selbstständig einen Notruf ab. Einige ältere Systeme nutzen jedoch noch Mobilfunkstandards, die im Zuge der 2G-Abschaltung zunehmend außer Betrieb genommen werden. Dadurch kann es vorkommen, dass die Notruffunktion nicht mehr wie vorgesehen arbeitet. Inzwischen kann sogar ein simples Schreiben das Bestehen des TÜVs bedrohen.

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Die großen Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und O2 Telefónica wollen ihre GSM-Netze bis spätestens Ende 2028 abschalten, um Frequenzen für moderne 4G- und 5G-Netze freizumachen. Für viele Autobesitzer stellt sich deshalb eine Frage: Was passiert, wenn das Notrufsystem plötzlich keine Verbindung mehr aufbauen kann?

Nach Angaben von TÜV-Experten soll ein solcher Ausfall nach aktuellem Stand nicht zum Nichtbestehen der Hauptuntersuchung führen. Hintergrund ist, dass Halter die Abschaltung der Mobilfunknetze nicht selbst beeinflussen können. Auch das Bundesverkehrsministerium und der ADAC vertreten die Auffassung, dass Fahrzeuge, die bei ihrer Zulassung sämtliche Vorschriften erfüllt haben, weiterhin als konform gelten sollten. Dennoch wird derzeit auf nationaler und EU-Ebene über die genaue Einstufung diskutiert.

Ob künftig tatsächlich eine neue TÜV-Maßnahme kommt, wird sich erst zeigen, wenn die zuständigen Behörden eine endgültige Regelung beschlossen haben.

(Quellen: Auto Motor und Sport, ADAC, Bundesverkehrsministerium, PC-Welt, Škoda)