Neue Verkehrsregel – deutschen Autofahrern drohen 10 Jahre Haft

Auf dem Bild sind ein Polizeiauto und zwei Polizeibeamte zu sehen, die neben dem Fahrzeug stehen. Die Beamten befinden sich neben dem Einsatzfahrzeug auf einer Straße.
Symbolbild © istockphoto/LIVINUS

Belgien verschärft die Strafen für besonders rücksichtslose Autofahrer drastisch. Seit dem 1. September 2026 können nach einem tödlichen Verkehrsunfall bis zu zehn Jahre Gefängnis drohen. Die neue Regel betrifft auch Deutsche, die mit dem Auto durch Belgien fahren.

Für Urlauber und Durchreisende lohnt sich ein genauer Blick auf die neuen Vorschriften. Belgien hat einen eigenen Straftatbestand für sogenannte Verkehrstötungen eingeführt. Damit reagiert das Land auf schwere Unfälle, bei denen Fahrer durch besonders gefährliches Verhalten den Tod eines anderen Menschen verursachen.

Autofahrern drohen 10 Jahre Haft – die Angst fährt mit

Die Höchststrafe von zehn Jahren droht in Belgien nicht nach einem gewöhnlichen Verkehrsfehler. Entscheidend sind schwere Verstöße und die konkreten Umstände des Unfalls. Dazu zählen beispielsweise stark überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol oder Drogen am Steuer, ein schwerer Rotlichtverstoß oder besonders riskantes Fahrverhalten. Verursacht ein Autofahrer unter solchen Umständen einen tödlichen Unfall, können die Gerichte künftig wesentlich härter durchgreifen.

Der neue Straftatbestand soll dabei klarer zwischen einem tragischen Unfall und einem Todesfall unterscheiden, dem massives Fehlverhalten vorausging. Neben einer Gefängnisstrafe können weitere Sanktionen hinzukommen. Für ausländische Fahrer gibt es dabei keinen Bonus: Wer auf belgischen Straßen unterwegs ist, muss sich an die dort geltenden Verkehrsregeln halten. Das gilt auch für deutsche Urlauber oder Autofahrer, die Belgien lediglich auf dem Weg nach Frankreich oder an die Nordseeküste durchqueren.

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Verkehrsregeln unbedingt beachten: Hohe Strafen für deutsche Autofahrer

Besonders auf die Geschwindigkeit sollten deutsche Fahrer achten. Innerorts gilt in Belgien grundsätzlich Tempo 50, sofern Schilder nichts anderes vorgeben. In der Region Brüssel gilt auf vielen Straßen sogar Tempo 30. Außerhalb geschlossener Ortschaften unterscheiden sich die Regeln je nach Region. Auf Autobahnen liegt das allgemeine Tempolimit bei 120 Kilometern pro Stunde. Auch Alkohol kann schnell zum Problem werden: Die allgemeine Grenze liegt bei 0,5 Promille. Wer erwischt wird, muss bereits unabhängig von einem Unfall mit empfindlichen Konsequenzen rechnen.

Für deutsche Autofahrer bedeutet die Verschärfung deshalb vor allem eines: Wer sich an die Verkehrsregeln hält, muss die neue Zehn-Jahres-Strafe nicht fürchten. Sie richtet sich gegen besonders schweres Fehlverhalten mit tödlichen Folgen. Trotzdem sollten Reisende die belgischen Regeln kennen. Gerade unterschiedliche Tempolimits und streng kontrollierte Geschwindigkeitsverstöße können sonst schon lange vor einem schweren Unfall teuer werden.

(Quellen: FÖD Mobilität Belgien, Justiz Belgien)