Neuer Sprit in Deutschland erhältlich: Erste Tankstellen haben ihn

Ein Mann tankt sein Auto voll.
Symbolbild © istockphoto/dangubic

Jetzt gibt es eine neue Art von Sprit in Deutschland.

Die erste Tankstelle in Deutschland bietet jetzt eine vollkommen neue Art von Sprit an. Der neue Treibstoff soll die Emissionen schädlicher Abgase deutlich senken. Wir berichten, was dahintersteckt.

Schlechte Energiebilanz

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Gebrauch von Fahrzeugen umweltfreundlicher zu gestalten. Seit Jahren arbeiten Automobilhersteller daran, ihre Autos so zu gestalten, dass die Motoren weniger Schaden anrichten. Doch auch durch die Entwicklung neuer Treibstoffe versucht die Industrie, die Emissionen schädlicher Abgase zu reduzieren. In dem Zusammenhang wurde im Jahr 2010 der Kraftstoff E 10 eingeführt, welcher ganze 10 Prozent Bioethanol enthält.

Experten gehen davon aus, dass E 10 die CO2-Belastung jährlich um ganze 3 Tonnen verringert. Problematisch bei der Verwendung ist jedoch, dass nicht alle älteren Automodelle diesen Treibstoff vertragen. Hier gilt es, genau zu prüfen, ob das eigene Fahrzeug damit kompatibel ist. Zudem ist es so, dass die Energiebilanz von Ethanol um mehr als 30 Prozent schlechter als die von herkömmlichem E 5-Benzin ist. Doch jetzt gibt es eine weitere Option, denn die erste Tankstelle in Deutschland bietet eine ganz neue Art von Sprit an.

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Neuer Treibstoff

Der Ethanolhersteller „CropEnergies“ aus Mannheim hat mit „Super Eco 20“ einen neuen Treibstoff entwickelt, der ab jetzt öffentlich an der ersten Tankstelle verkauft wird. Dabei werden insgesamt 20 Prozent Bioethanol zugeführt, wodurch die Schadstoffbelastung nochmals deutlich reduziert werden soll. Der Technik-Vorstand des Unternehmens ist der Überzeugung, dass sich durch die Verwendung des neuartigen Kraftstoffs die Kohlendioxid-Belastung weiter herunterfahren lässt. Bis der neuartige Sprit jedoch für alle Fahrzeuge in Deutschland zugelassen ist, wird es noch dauern, denn dazu müssen die Automobilhersteller erst garantieren, dass der Treibstoff für ihre jeweiligen Motoren verträglich ist.

Eine weitere Hürde ist außerdem die aktuelle Qualitätsnorm für Kraftstoffe. Diese muss erst seitens der Regierung angepasst werden, damit der Stoff unbegrenzt genutzt werden kann. Bis dahin gibt es eine klare Beschränkung für den Einsatz von Super E 20, denn benutzen können diesen aktuell nur bestimmte Firmenflotten.