Neues Billig-E-Auto kommt nach Deutschland – „Unter 10.000 Euro“

Ein grauer Suzuki Maruti auf einer Ausstellung im hellen Scheinwerferlicht. Die Vorderseite wird von einem Mann geputzt. Eine junge Frau steht daneben.
Symbolbild © imago/ZUMA Wire

Ein großer Hersteller will ein neues Billig-E-Auto in Deutschland auf den Markt bringen. Auch europäische Autobauer sind involviert. Der Stromer soll unter 10.000 Euro kosten.

Wer in Deutschland ein neues Elektroauto kaufen will, muss oftmals tief in die Tasche greifen. Ein großer Hersteller sorgt nun für einen Paukenschlag. Der Konzern hat angekündigt, den europäischen Markt mit Billig-E-Autos erobern zu wollen.

Der Autobauer ist ein Gigant, den in Deutschland fast niemand kennt

Für unter 10.000 Euro gibt es die Stromer bereits in Asien zu kaufen. Tata Motors ist nicht nur einer der größten Autobauer Indiens, sondern weltweit. In Deutschland ist der Riese kaum bekannt, was sich nach Ankündigungen der Konzernleitung bald ändern soll. Die Expansion sei Teil einer weltweiten Expansion, die besonders Europa und Deutschland in den Fokus nehme. Was viele nicht wissen: Tata ist der Mutterkonzern von Jaguar Land Rover, einer britischen Traditionsmarke. Die Technologie von Land Rover ist auch in den günstigen E-Autos verbaut.

Besonders im Billig-Segment sieht Tata die Chance, auf dem europäischen Automobilmarkt der Zukunft Fuß zu fassen. Die Gruppe will jedes Modell für einen Neupreis unter 30.000 Euro anbieten und damit fast alle anderen Anbieter in Europa unterbieten. Die Fahrzeuge sollen nicht nur erschwinglich sein, sondern auch eine hohe Qualität aufweisen, so die Konzernleitung.

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Eine Milliarde – neues Mega-Projekt geplant

Um neue Billig-E-Autos in Deutschland anzubieten, plant der Konzern bereits ein Mega-Projekt: eine riesige Fabrik im indischen Tamil Nadu. Tata ist bereit, eine Milliarde Euro für den Bau der Produktionsstätte in die Hand zu nehmen. Weitere Fahrzeuge könnte der Autobauer im britischen Halewood herstellen, wo die Konzerntochter Jaguar Land Rover ein großes Werk betreibt. In trockenen Tüchern ist das Projekt allerdings noch nicht. Die Konzernleitung sorgt sich um Handelsbeschränkungen der europäischen Politik, um den Import von billigen Elektroautos einzuschränken. Deshalb könnte Tata die Stromer auch in Europa produzieren. Dies würde sich allerdings aufgrund höherer Kosten negativ auf den Kaufpreis der Fahrzeuge auswirken.