
Einfach unglaublich, aber in einem Nachbarland muss man über 370 Euro zahlen, wenn man nicht getankt hat. Was wie ein schlechter Scherz klingt, soll sich tatsächlich schon mehrfach zugetragen haben.
In einem Nachbarland verlangt man über 370 Euro von Autofahrern, wenn diese nicht getankt haben. Dieses Vorgehen ruft immer mehr Proteste auf den Plan und scheint nicht gerechtfertigt zu sein.
Tankrabatt ist gefallen: Deutsche fahren zum Tanken wieder ins Ausland
Seit dem 1. Juli fiel der Tankrabatt in Deutschland. Damit werden Benzin und Diesel wieder knapp 17 Cent teurer. Obwohl die 12-Uhr-Regel an den Tankstellen immer noch gilt, rechnen Experten und auch die Verbraucher selbst damit, dass die Spritpreise wieder in enorme Höhen schießen werden. Wer die Möglichkeit hat, nutzt deshalb das Tanken im Ausland. Für diejenigen, die sowieso an der Grenze zu einem Nachbarland wohnen, lohnt sich dies gleich mehrfach. In einem Nachbarland verlangt man nun jedoch über 370 Euro von den Autofahrern, wenn diese nicht getankt haben. Deshalb sollte man sich genau überlegen, ob man an diesem Ort überhaupt Halt macht.
Nachbarland verlangt über 370 Euro: Darauf sollte man jetzt unbedingt achten
Eigentlich handelt es sich bei diesen Dingen um normale Aktivitäten: Man hält an einer Tankstelle, um einmal die Reifen zu prüfen oder Wasser nachzufüllen. Oder man wechselt eben die Plätze innerhalb des Fahrzeugs. Auch den Ölstand prüfen viele auf der Durchfahrt eben an einer Tankstelle. Doch genau solche alltäglichen Tätigkeiten können an einer Tankstelle im österreichischen Wöllersdorf-Steinabrückl den Menschen zum Verhängnis werden. Wer auf diesem Gelände nämlich nicht tankt, erhält Post. Eigentlich hat man dies wohl längst wieder vergessen. Aber der Brief des Betreibers mit einer Forderung von 372 Euro holt die Erinnerung schnell wieder zurück. Sogar ein einfaches Wendemanöver kann teuer werden.
Aber wieso passiert dies eigentlich, und ist das überhaupt gerechtfertigt? Da die Tankstelle nur zum Tanken genutzt und andere Nutzungsarten unterbunden werden sollen, hat der Betreiber eine Überwachungsfirma beauftragt, sich dieses Problems anzunehmen. Die Firma hat Kameras auf dem Gelände installiert und ein – nach Angaben der Betroffenen sehr unsichtbares – Schild am Eingang weist auf diesen Umstand hin. Welches Kennzeichen erfasst und beim Nicht-Tanken erwischt wird, erhält automatisch einen entsprechenden Brief. Verbraucherverbände rufen die betroffenen Autofahrer dazu auf, sich im Falle eines solchen Briefs sofort an eine Verbraucherzentrale oder einen Anwalt zu wenden. Auch wenn die Tankstelle nicht mehr in Betrieb ist, können solche Briefe immer noch kommen. Denn laut Betreiber läuft der Vertrag mit der Überwachungsfirma bis Ende des Jahres.
(Quellen: ÖAMTC, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














