
Mit einer nie dagewesenen Investition macht gerade die Deutsche Bahn von sich reden, die tausende Busse kauft. Sie will damit nicht nur ihr Angebot deutlich erweitern.
Mit einer unvorstellbar großen Investition kauft die Deutsche Bahn tausende Busse. Damit will sie ihr Angebot erweitern, aber auch ein deutliches Zeichen für Deutschland setzen. Aber die Aktion ruft auch Kritiker auf den Plan.
Nicht nur Züge: Die Deutsche Bahn gibt es auch bei Bussen
Wer den Namen „Deutsche Bahn“ hört, denkt unweigerlich an die Züge, die jeden Tag über die Schienen rollen. Nach aktuellem Stand umfasst die DB-Flotte 400 ICEs sowie ca. 1.219 Verbrennungs-Triebwagen und 2.748 Elektro-Triebwagen. Dabei fahren jeden Tag auch Tausende Busse der Deutschen Bahn deutschlandweit. Das Unternehmen betreibt diese vorwiegend über ihre Tochtergesellschaft, die DB Regio AG.
Doch in Zukunft sollen noch mehr Busse auf den Straßen Deutschlands die Fahrgäste befördern. Mit einer millionenschweren Investition soll das Angebot nun ausgebaut werden. Laut der Deutschen Bahn fahren jedes Jahr 561 Millionen Menschen mit dem Bus. Allein 1,5 Millionen Menschen nutzen jeden Tag einen Bus der DB Regio AG, worin die Deutsche Bahn großes Marktpotenzial sieht.
Deutsche Bahn kauft tausende Busse: Eine Investition in die Zukunft – nicht ohne Kritik
Mit einem Auftragsvolumen von rund einer Milliarde Euro hat die Deutsche Bahn jetzt weitere 3.000 Fahrzeuge bestellt. Ein Großteil davon sind Hybrid- und Elektrobusse und sollen zwischen 2027 und 2032 ausgeliefert werden. Den Löwenanteil an diesem Auftrag erhält der Münchener Fahrzeughersteller MAN. Damit wolle die Deutsche Bahn ein Zeichen für den Wirtschaftsstandort Deutschland setzen. Ca. fünf Prozent geht an den chinesischen Hersteller BYD, der die Busse im Werk in Ungarn herstellen will. Weitere geringe Anteile erhalten Scania, Iveco, Daimler Buses und Zhongtong. Mit der Aufteilung will die Deutsche Bahn die Verfügbarkeit der Fahrzeuge sichern.
Doch mit diesem Vorhaben stößt die DB auch auf massive Kritik. Es sei widersprüchlich, auf der einen Seite den Standort Deutschland sichern zu wollen und auf der anderen Seite bei der chinesischen Konkurrenz zu bestellen. Und was bedeutet dies für die Fahrgäste? Sie sollen in Zukunft komfortabler unterwegs sein. Die Sitzplätze sind weicher und mit einem USB-Slot ausgestattet. Zudem sorgt man neben einer Klimaanlage durch LED-Scheinwerfer, Abbiegeassistent und Rückfahrkamera für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
(Quellen: Deutsche Bahn, dpa)














