Niedrigwasser wird zum Problem – jetzt drohen Lieferengpässe

Auf einem FLuss befindet sich ein langes Frachtschiff, auf dem sich keinerlei Waren befinden. Es ist komplett leer. Anhand des Ufers sieht man, dass der Fluss einen sehr niedrigen Pegel hat.
Symbolbild © istockphoto/A-Tom

Durch das Niedrigwasser in vielen Teilen Deutschlands drohen nun tatsächlich Lieferengpässe. Denn nicht nur der Fährbetrieb wird mancherorts eingestellt. Auch Güterschiffe werden zu einem großen Problem.

Häfen können auf einer gebuchten Kreuzfahrt nicht mehr angefahren werden, Fährbetriebe stellen die Verantwortlichen bis auf Weiteres ein. Nun wird jedoch das Niedrigwasser zur Ursache eines weiteren Problems: Es drohen sogar Lieferengpässe.

Niedrigwasser – Urlauber merken es auf Kreuzfahrten, Fährverkehr eingestellt

Noch immer wartet Deutschland sehnsüchtig auf den so dringend benötigten Regen. Dabei bedarf es schon keiner einzelnen Regenschauer mehr. Um die Böden zu durchfeuchten und die Wasserpegel von Flüssen, Seen und anderen Gewässern wieder auf ein zufriedenstellendes Niveau zu bringen, bedarf es starker Regenfälle. Die Hitze verschärft die Situation noch. Denn sie sorgt dafür, dass das vorhandene Wasser verdunstet und die Pegel so noch weiter sinken.

Deshalb wurden die ersten Maßnahmen bereits ergriffen. Der Rhein erreichte an einigen Stellen historische Tiefstwerte, sodass hier der Fährbetrieb bis auf Weiteres komplett eingestellt wurde. Auch Kreuzfahrtschiffe können schon längst nicht mehr überall anlegen. Nun kommt ein weiteres Problem hinzu.

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Durch Niedrigwasser: Lieferengpässe drohen – unerwartete Hilfe kommt

Durch das Niedrigwasser können auch die Güter- und Frachtschiffe nicht mehr uneingeschränkt auf den Flüssen verkehren. Teilweise dürfen die Schiffe nur noch bis zu einem Viertel ihrer Gesamtladefläche ausnutzen. Angesichts des gravierenden Niedrigwassers auf wichtigen Flüssen wie Rhein und Donau bietet die Deutsche Bahn über ihre Tochter DB Cargo an, zeitnah rund 400 weitere Güterwagen zu mobilisieren, um ausgefallene Schiffstransporte abzufangen. Die sofort bereitgestellten Güterwagen sollen helfen, die vom Niedrigwasser geplagten Lieferketten der Wirtschaft zu stabilisieren. Laut DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg kann ein einziger Güterzug durch seine höhere Umlaufgeschwindigkeit bis zu zehn Binnenschiffe ersetzen.

Für die kommenden Monate wurden bis zu 500 weitere Güterwagen ins Gespräch gebracht. Hierbei müssen allerdings noch Fragen der Finanzierung geklärt werden. Das Angebot wurde bei einem krisenbezogenen Treffen von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger mit den Verkehrsministern der Länder vorgestellt, bei dem auch über Erleichterungen wie Ausnahmen beim Sonntagsfahrverbot für Lkw beraten wurde.

(Quellen: Bundesverkehrsministerium (BMV))