
Kaum ein Thema wird derzeit so heiß diskutiert wie das Deutschlandticket und seine Preisentwicklung. Für eine bestimmte Gruppe soll das Ticket nun günstiger werden. Dadurch erhofft man sich mehr Fahrgäste, die vom Auto auf die Bahn umsteigen.
Für viele sind die Kosten ein entscheidendes Kriterium, um nicht mit der Bahn, sondern mit dem Auto zu fahren. Das Deutschlandticket sollte dies ändern. In der Corona-Zeit war das Billigticket sehr beliebt, doch mittlerweile haben sich die Preise nach oben entwickelt. Und sie werden in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Eine Ausnahme sind bestimmte Gruppen, für die das Deutschlandticket günstiger wird.
Ab dem kommenden Jahr: Bestimmte Gruppe zahlt weniger für Deutschland-Ticket
In Deutschland zahlen alle Fahrgäste und Bürger eigentlich die gleichen Summen für das Deutschlandticket. Ausgenommen ist jetzt eine bestimmte Gruppe: Für sie soll das Deutschlandticket günstiger werden. Hier verspricht man sich eine zusätzliche finanzielle Unterstützung, die gut ankommen soll. Zunächst ist das Angebot auf Niedersachsen limitiert. Wenn das Modell Schule macht, kann man sich vorstellen, dass es bald bundesweit zum Trend wird. Ab Januar wird das Deutschlandticket für Freiwilligendienstleistende und Auszubildende günstiger: Sie müssen im nächsten Jahr weniger bezahlen. Sie müssen nur noch 50,40 Euro für das Deutschland-Ticket bezahlen. Das Land Niedersachsen selbst greift den Auszubildenden und Freiwilligen unter die Arme und übernimmt 20 Prozent der Kosten.
Ziel noch lange nicht erreicht: Ticket-Rabatte stehen in der Kritik
Doch damit nicht genug: Es gibt noch einen zusätzlichen Rabatt über das Jobticket in Höhe von 5 Prozent. Wenn der Arbeitgeber zusätzlich 25 Prozent des Deutschland-Tickets übernimmt, sinken die Preise weiter. Dann würden die Auszubildenden nämlich nur noch die Hälfte bezahlen. Das bedeutet konkret 31,50 Euro für das Deutschland-Ticket.
Und damit nicht genug: Ursprünglich war geplant, das Ticket für Auszubildende und Freiwilligendienstleistende für unter 30 Euro anzubieten. Das hat man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geschafft. Außerdem wäre es wünschenswert, eine bundesweite Regelung für Auszubildende, Studierende und Schüler zu finden. Andernfalls nimmt der Flickenteppich unterschiedlicher Preisstrukturen immer weiter zu, was nicht gerade zu mehr Übersichtlichkeit führt.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)














