Offiziell: Nächster Blitzermarathon startet im August in Deutschland

Ein Blitzer steht hinter einer Absperrung und macht ein Foto. Hier gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung, an die sich die Autofahrer halten müssen. Wenn der Blitzer fotografiert, gibt es ein Bußgeld und im schlimmsten Fall ein Fahrverbot.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Nun geht es Autofahrern erneut an den Kragen! Denn der nächste Blitzermarathon in Deutschland startet im August und wird wohl wieder reichlich Bußgelder in die staatlichen Kassen spülen.

Der nächste Monat bringt keine Ruhe auf den Straßen der Bundesrepublik – stattdessen heißt es Stress pur für Autofahrer. Denn der für August geplante Blitzermarathon dürfte in Deutschland für reichlich Ärger sorgen.

Klingeltöne im Tacho: Vorboten des Blitzermarathons im August in Deutschland

Zwischen dem 4. und 10. August 2025 startet die sogenannte Speedweek in Deutschland – sieben Tage erhöhte Aufmerksamkeit für Autofahrer. Polizei und Kommunen konzentrieren sich auf Orte mit hohem Unfallrisiko, darunter Schulwege, Baustellen und Strecken mit Vorfällen. Auf Autobahnen, innerörtlichen Hauptstraßen und Landstraßen kontrollieren Beamte sowohl stationär als auch mobil.

Einige Bundesländer geben Messstellen erst kurzfristig bekannt, andere verschleiern sie komplett. Das schafft Planlosigkeit und Nervosität bei Verkehrsteilnehmern. Gleichzeitig organisiert ROADPOL, das europäische Netz der Verkehrspolizei, die Aktion koordiniert und bindet andere Länder ein – etwa die Niederlande oder Österreich. Moderne Analysesysteme helfen Behörden mittlerweile, besonders riskante Strecken zu identifizieren. In Regionen wie Baden-Württemberg beeinflussen zudem Bürgerhinweise die Auswahl der Blitzerstationen. Einige Bundesländer nutzen sogenannte „Feedback-Plattformen“, um Hotspots aus der Bevölkerung vorzuschlagen – ein Schritt hin zu mehr Verkehrsmitbestimmung.

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Bußgeld droht – was Autofahrer jetzt über die Speedweek wissen sollten

Die Behörden verzichten bewusst auf einen einzelnen Aktionstag im August. Die Kontrollen erfolgen über die gesamte Woche gleichmäßig. Autofahrer, die alte Blitzmarathon-Erfahrungen nutzen wollen, sind in dieser Phase schnell überrascht. Überraschungsmessungen durch zivile Fahrzeuge sind nicht ausgeschlossen. Temposündern drohen empfindliche Strafen. Innerorts kostet eine Überschreitung von mehr als 30 Kilometern pro Stunde schnell bis zu 260 Euro, plus zwei Punkte im Flensburger Register und ein mögliches Fahrverbot. Außerorts führen Überschreitungen ab 20 Kilometern pro Stunde zu Bußgeldern und Punkten – und im Extremfall einem Fahrverbot. Besonders gefährdet sind Bereiche vor Schulen und Tempo-30-Zonen. Viele Bußgeldbescheide stammen aus genau diesen Zonen.

Nicht alle Bundesländer machen vollständig mit. Der ADAC weist auf Kapazitätsengpässe in der Ferienzeit hin. Bayern teilte zuletzt mit, sich im August weniger beteiligen zu wollen. Einige Bundesländer veröffentlichen vorab eine Liste der Messpunkte – andere verzichten darauf. Wer in grenznahen Gebieten unterwegs ist, sollte wissen: ROADPOL-Kontrollen finden oft auch in Nachbarländern statt. Die Speedweek ist daher kein einmaliger Blitzermarathon, sondern Teil einer langfristigen Strategie, um nachhaltig die Verkehrssicherheit zu erhöhen.