Porsche plant Rückkehr zum Verbrenner – „War falscher Schritt“

Auf dem Bild ist Oliver Blume von Porsche auf dem Wirtschaftsgipfel zu sehen. Porsche ist eine der führenden Marken im Luxussegment. Die Automarke gehört zu den bekanntesten in Deutschland und bietet hochpreisige Verbrenner an.
Symbolbild © imago/dts Nachrichtenagentur

Inmitten der aktuellen Verbrenner-Debatte bei Porsche steht Oliver Blume. Er schlägt jetzt ganz ungewohnte Töne an, die den Befürwortern der Mobilitätswende wohl nicht gefallen dürften. Gleichzeitig tritt Blume aus dem Rampenlicht von Porsche und steht in den nächsten Jahren erst einmal nur noch an der Spitze von Volkswagen.

Mit der Entscheidung, einen wichtigen Verbrenner einzustellen, scheint Blume nicht zufrieden zu sein. So soll der Autobauer sogar die Rückkehr zum Verbrenner entschieden haben. Es ist offen von einer falschen Entscheidung die Rede.

Aktuelle Marktlage entscheidet: Porsche plant Rückkehr zum Verbrenner

Es geht um den Macan, einen Kompakt-SUV von Porsche. Der Autobauer hatte damals eingeräumt, dieses Fahrzeug nur noch als Elektrovariante herauszubringen. Doch diese Entscheidung scheint mittlerweile eine Fehleinschätzung zu sein, besonders wenn man die aktuelle Marktsituation bewertet.

Jetzt stehen eine Kehrtwende und ein Kurswechsel an. Entgegen dem Vorhaben, nur noch auf Elektroautos zu setzen, rudert Porsche zurück und bringt auch wieder Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auf den Markt. Mit dabei ist der Cayenne, ein SUV mit Verbrennungsmotor. Die Kunden erwartet ein typischer Porsche, der in der Klasse der SUVs wie der Macan auf den Markt kommen wird. Blume gibt bei Porsche nicht auf, sondern möchte sich zukünftig nur noch auf eine Aufgabe fokussieren.

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Schwächelnder China-Markt: Kunden in Deutschland wollen Verbrenner fahren

Zudem zweifelt Blume an der Stellung von Porsche in China. Dort sind die Verkaufszahlen zuletzt enorm eingebrochen. China scheint noch nicht bereit für ein Luxuselektroauto zu sein. Die aktuelle Erkenntnis lautet daher, nicht nur auf elektrische Autos zu setzen, sondern auch weiterhin Verbrenner und Hybride auf den Markt zu bringen. Schließlich wünschen sich die Kunden, vor allem in Deutschland und Europa, eine Auswahl verschiedener Antriebsarten. Würde man diesem Wunsch nicht nachkommen, würden sich die Kunden vornehmlich für die Konkurrenz entscheiden. Das ist bestimmt nicht im Sinne von Porsche.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Interview, Oliver Blume)