Preis-Schock an der Ladesäule: Vollladen kostet plötzlich bis zu 70 Euro

Ein Elektroauto wird gerade aufgeladen. Der Deckel ist geöffnet und die Ladesäule steckt in der Steckdose. In dieser blinkt ein grünes Licht. Die Sonne scheint auf das Fahrzeug.
Symbolbild © istockphoto/deepblue4you

Viele Autofahrer erleben an den Tankstellen gerade einen echten Schock. Doch auch an der Ladesäule für E-Autos erleiden die Besitzer einen Preis-Schock. Einmal komplett aufladen kostet nun bis zu 70 Euro.

Nicht nur Besitzer von Verbrennern müssen derzeit für den Treibstoff tief in die Tasche greifen. Auch E-Auto-Besitzer erleben an der Ladesäule einen echten Preis-Schock. Wer das Fahrzeug einmal komplett aufladen will, zahlt bis zu 70 Euro.

E-Auto-Fahrer fühlen sich auf der sicheren Seite: „Strom kostet nicht so viel wie Diesel oder Benzin“

Seit Wochen ein Aufreger-Thema: der Spritpreis in Deutschland. Von der Bundesregierung in Gang gebrachte Maßnahmen haben für die Endverbraucher fast gar nichts bewirkt. Trotz kritischer Stimmen setzte man diese dennoch um. Immer mehr Verbrenner-Fahrer schielten dann neidisch auf die E-Auto-Fahrer, die weit weniger für eine Tankladung bezahlen. Auch das Preisverhältnis zwischen Benzin und Diesel hat sich inzwischen umgekehrt. Durchschnittlich drei Cents kostet Diesel nun mehr als Benzin. Und sogar Bio-Kraftstoffe sind im Preis gestiegen. Wohin die Preise noch führen, das ist eine Frage, um die sich Elektroauto-Fahrer wohl kaum Gedanken machen müssen.

Preis-Schock an der Ladesäule – Bis zu 70 Euro für eine Tankladung: „Das ist Abzocke!“

Doch auch die Strompreise an den öffentlichen Ladesäulen für E-Autos sind inzwischen gestiegen. Zwar liegen sie noch weit unter denen von fossilen Brennstoffen. Aber wer zuhause über eine entsprechende Wallbox lädt, stellt unterwegs schnell fest, dass er hier fast doppelt so viel wie zuhause zahlt. Wer sein Auto vollständig lädt, muss nicht selten bis zu 70 Euro zahlen. Insbesondere an Schnelllade-Säulen kostet eine Kilowattstunde mehr. Die Menschen fühlen sich aufgrund dieser hohen Preisdifferenz abgezockt. Dies gilt auch für diejenigen Autofahrer, die nicht über Apps laden oder Verträge abgeschlossen haben. Sie zahlen noch einmal deutlich mehr.

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Was auf der einen Seite wie Abzocke aussieht, hat jedoch auch eine Kehrseite. Die Ladesäulen und auch ganze Parks müssen zunächst eingerichtet werden. Sie verschlingen Millionen an Euros, ohne dass bis dahin auch nur ein E-Auto geladen wurde. Mieten, Installationen, Genehmigungen, Pflege, Reparaturen und Vandalismus kosten die Betreiber sehr viel Geld. So mancher Park muss hierfür einen einstelligen Millionenbetrag im Monat einkalkulieren. Experten vergleichen diese Entwicklung mit dem damaligen Beginn von Verbrenner-Fahrzeugen und dem Sprit. Diesen gab es zunächst nur in Apotheken und war dementsprechend teurer. Die E-Mobilität muss erst zur neuen Normalität werden, damit sich dies auch preislich bemerkbar macht.

(Quellen: Ladeanbieter, Verbraucherzentralen, Energieexperten, dpa)