Produktion komplett gestoppt: Autohersteller landet in der Insolvenz

Eine Mitarbeiterin in der Halle eines Autobauers hält in ihren Händen gerade eine Motorhaube und führt sie in die Vorrichtung zur Befestigung ein. Man sieht den Rohbau des Fahrzeugs im Vordergrund. Im Hintergrund sitzt ein älterer Mitarbeiter vor einem Bildschirm.
Symbolbild © imago/Panama Pictures

Ein Autohersteller stoppt bald seine komplette Produktion, denn das Unternehmen ist insolvent. Alle bisherigen Rettungsversuche der Geschäftsführung sind gescheitert, weshalb es nun keinen Ausweg mehr gibt.

Nun muss der nächste traditionelle Autohersteller die Segel streichen, denn er ist insolvent und kommt aus dieser Lage auch nicht mehr heraus. Sowohl die Geschäftsführung als auch die Beschäftigten haben alles gegeben, konnten das Unternehmen jedoch nicht retten. Bald stellt der Autohersteller seine komplette Produktion ein.

Aus nach über 100 Jahren Tradition

Über 100 Jahre haben die Kunden des traditionsreichen Autoherstellers von der Qualität der Produkte profitiert. Die Marke steht für höchste Ansprüche und absolute Sicherheit. Doch am 29. Juli reichte das Unternehmen beim zuständigen Amtsgericht in Esslingen den Insolvenzantrag ein. Zunächst in Eigenverwaltung, denn die Geschäftsführung hatte Pläne, um wieder auf den finanziellen Erfolgskurs zurückzufinden. Auch die Beschäftigten gaben alles und brachten große Opfer, um ihren Arbeitgeber und damit auch ihren eigenen Arbeitsplatz erhalten zu können. Doch am Ende hat leider alles nichts genützt.

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Hunderte Mitarbeiter stehen vor dem Nichts

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung brachte leider nicht den gewünschten Erfolg. Das Gericht hat nun die normale Insolvenz des Autoherstellers festgestellt. Mit dem bestellten Insolvenzverwalter wurde ein Investor gesucht. Das Problem dabei ist jedoch: Potenzielle Interessenten gibt es genug, doch keiner will die Produktion der Autositze von Recaro weiterführen. Alle haben lediglich Interesse an der Marke.

Für die 215 Angestellten der Recaro Automotive GmbH ist das eine besonders bittere Pille, denn sie werden zum Ende des Jahres keine Arbeit mehr haben. Alle Mitarbeiter werden entlassen. Die Produktion wird bis zum 31. Dezember 2024 komplett eingestellt. Derzeit arbeiten noch 90 Beschäftigte in der Produktion. Die anderen 135 sind bereits widerruflich von der Arbeit freigestellt. Bei einer solchen Qualitätsmarke stellt sich die Frage, wie es so weit kommen konnte. Das Unternehmen gibt an, dass es wie viele andere Firmen auch mit enormen wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen gehabt habe. Ausschlaggebend sei jedoch wohl gewesen, dass ein Großauftrag weggefallen sei.