
Aufgepasst bei unordentlichen Autos: Fast jeder hat schon Trinkflaschen, Spielzeug oder Essensverpackungen auf den Beifahrer- oder Rücksitz manövriert. Wer das regelmäßig tut, muss für seine Unordnung unter Umständen teuer büßen.
Das Auto glänzt und wirkt gepflegt, zumindest äußerlich. Wer den Innenraum vernachlässigt, sollte jetzt aufpassen. Diese Folgen drohen.
Aufgepasst: Wann unordentliche Autos zur Gefahr werden
Etwa ein- bis zweimal im Monat wird das Auto gewaschen. Einige suchen die Waschstraße häufiger auf, andere warten, bis der Schmutz unübersehbar ist. Auch Saugen und Ausmisten stehen bei Ordnungsfanatikern regelmäßig auf der To-do-Liste. Klar ist: In hektischen Zeiten bleibt die Fahrzeughygiene manchmal auf der Strecke. Dann sammeln sich nicht selten Verpackungen, Kleidung und weitere Gegenstände im Auto.
Auch leere Glas- und Pfandflaschen und sogar alte Elektrogeräte, die man entsorgen will, finden dort ihren Platz. Wer Chaos vermeiden will, verstaut solche Gegenstände sicher im Kofferraum und nimmt sich vor der Fahrt regelmäßig eine Minute Zeit, um Müll zu beseitigen. Außerdem hilft es, feste Plätze für Ladekabel, Trinkflasche, Sonnenbrille und Co. festzulegen. Sonst drohen ernsthafte Folgen.
Das sagt die Straßenverkehrsordnung
Lose Gegenstände im Auto können während der Fahrt zur echten Gefahr werden. Wer plötzlich auf die Bremse tritt, wird vielleicht von einem Gegenstand getroffen. Doch das ist nicht der einzige Nachteil: Unter Umständen blockiert ein Becher oder ein Spielzeug plötzlich die Bremse. Dann droht ein Unfall. Ein weiteres Problem ist die mögliche Sichtbehinderung, etwa durch sperrige Gegenstände auf der Rückbank oder Beifahrerseite. Auch das erhöht die Wahrscheinlichkeit für Gefährdungen im Straßenverkehr. Wer das Chaos im Auto also nicht beseitigt, setzt sowohl sich selbst als auch andere Verkehrsteilnehmer einem Risiko aus.
Ob Taschen, Kartons oder kleine Möbel: Alle Gegenstände ‒ dazu gehören auch Gurte und Hilfsmittel für den Transport ‒ müssen sicher fixiert und untergebracht werden. Um keine ernsthaften Konsequenzen zu riskieren, sollten die Sachen selbst bei einer Notbremsung an Ort und Stelle bleiben. Das regelt § 22 Abs.1, Satz 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Wer die Vorgaben ignoriert, muss mit Bußgeld rechnen. Nicht immer bleibt es dabei. Nach einem Unfall droht manchmal sogar eine strafrechtliche Verfolgung. Ordnung im Auto schont demnach nicht nur den Geldbeutel, sondern schützt auch vor weiteren Folgen.
(Quellen: Eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Bußgeldkatalog)














