Rabatte auf Elektroautos schrumpfen – Käufer zahlen wieder mehr

Auf einem Hintergrund mit mehreren unsortierten Geldscheinen steht ein helles Auto. Es handelt sich um 50-Euro-Scheine. Das Bild in Blautönen wird von einer Batterie- oder Ladeanzeige überlagert.
Symbolbild © istockphoto/deepblue4you

Rabatte auf Elektroautos sind für viele Käufer selbstverständlich. Nun offenbart eine Studie jedoch eine nennenswerte Entwicklung: Händler entscheiden sich zunehmend für einen niedrigeren Preisnachlass. Das steckt wirklich dahinter.

Um mehr Interessenten für Stromer zu begeistern, setzten Hersteller und Händler bislang auf attraktive Rabatte. Jetzt zeigt sich jedoch eine überraschende Entwicklung.

Rabatte auf Elektroautos: Der Preisnachlass sinkt 

Wer sich heute für einen Stromer entscheidet, muss inzwischen mit einem niedrigeren Preisnachlass bei Händlern rechnen. Das zeigt eine neue Untersuchung des Forschungsinstituts Center Automotive Research (CAR). Vor nicht allzu langer Zeit belegten Umfragen wiederholt, dass viele Menschen in Deutschland E-Autos mit großen Zweifeln gegenüberstanden. Ein Beispiel: Laut Berichten aus dem Jahr 2025 wollten über 60 Prozent der Verbraucher nach Angaben der Plattform mobile.de kein Fahrzeug mit Elektromotor kaufen. Inzwischen steigt die Anzahl der E-Auto-Verkäufe jedoch deutlich an ‒ und das nicht nur in Deutschland.

Warum Stromer wieder teurer werden

Die CAR-Studie zeigt: Der Preisnachlass bei E-Autos betrug im Juni 2026 noch 17,8 Prozent. Im Juli waren es allerdings nur noch 17,6 Prozent. Dass die Autopreise bei Händlern immer höher ausfallen, hat demnach vor allem mit einer gestiegenen Nachfrage zu tun. Ein wesentlicher Grund hierfür soll insbesondere die staatliche Unterstützung beim Kauf der Stromer sein, denn eine Förderung kommt Autobauern und Händlern offenbar entgegen ‒ sie können auf zusätzliche Nachlässe eher verzichten.

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Etwas anders sieht es bei klassischen Verbrennern aus, wie die Daten jetzt ebenfalls belegen. Für E-Autos müssen Käufer mit einem kleineren Nachlass rechnen, doch für Benziner und Dieselfahrzeuge gewähren Verkäufer höhere Nachlässe. Daraus folgt die Annahme, dass im Vergleich wohl mehr Anreize für den Verkauf von Verbrennern notwendig sind. Besonders überraschend: Unter jungen Leuten steigt das Interesse für Diesel- und Benzinfahrzeuge laut AutoScout24 offenbar grundsätzlich wieder an. Zuvor zeichnete sich ein anderer Trend ab, denn es waren bislang vor allem jüngere Menschen, die sich eher für einen Stromer als für einen Verbrenner entscheiden würden. Entsprechend spannend bleibt die weitere Entwicklung.

(Quellen: DAT, KBA)