
Plötzlich und völlig unerwartet ist die Reichweite im Winter weg. E-Autofahrer müssen deshalb jetzt reagieren und besonders aufmerksam sein. Einige Maßnahmen sind effektiv und einfach umzusetzen.
Es ist noch eine lange Strecke zu fahren, doch plötzlich ist die Reichweite im Winter weg. Daher ist jetzt Vorsicht und eine gute Planung gefragt, denn E-Autofahrer müssen nun reagieren. Dieses Problem ist jedoch leicht in den Griff zu bekommen.
Langsames Fahren und sicherheitsbewusstes Verhalten
Gerade im Winter erfordert das Autofahren besondere Aufmerksamkeit und Vorbereitung. Frost, Schnee und Eis beeinflussen Bremswege, Beschleunigung und Lenkpräzision, daher ist langsames Fahren sinnvoll und sicherheitsbewusstes Verhalten wichtiger denn je. Vor Fahrtbeginn sollte man sich ausreichend Zeit zum Fahrzeugaufwärmen nehmen, die Scheibenwischblätter sollten intakt sein und die Scheiben ordentlich freigekratzt werden. Winterreifen mit ausreichend Profiltiefe sind Pflicht und auch die Beleuchtung muss funktionieren. Die Sichtverhältnisse sind regelmäßig zu kontrollieren und auch ein größerer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ist einzuhalten. Doch E-Autofahrer müssen jetzt im Winter noch mehr beachten.
Im Winter mehr Energie notwendig
Beim ersten Wintereinsatz des Elektroautos ist schnell klar, dass die Kälte den Verbrauch elektrischer Energie deutlich erhöht. Der Hauptgrund liegt vor allem darin, dass Heizung, Scheiben, Sitze und Lenkrad aus der Batterie mit Energie versorgt werden. Zusätzlich kühlt der Akku am Fahrzeugboden ab, der erst bei einer Temperatur von etwa 20 bis 40 Grad Celsius optimal arbeitet. Dieses Temperaturfenster zu erreichen, ist allerdings gerade im Winter schwierig. Denn schließlich muss ein bereits kalter Akku stark aufgeheizt werden, wofür sehr viel Energie notwendig ist. Je größer der Akku und je kälter die Außentemperatur, desto mehr Energie ist notwendig. Somit senkt Kälte die Reichweite von Elektroautos, sodass der Verlust der Reichweite im Winter sogar etwa 10 bis 30 Prozent betragen kann.
Doch E-Autofahrer haben einige Möglichkeiten, dem Akkuverlust vorzubeugen. Damit nicht die Antriebsbatterie genutzt wird, sollte das Auto bereits vorgeheizt werden, wenn es am Netz hängt. Die Vorheizung lässt sich oftmals über die Fahrzeugeinstellungen oder per App starten. Zudem ist es sinnvoll, dass E-Auto in einer Garage abzustellen, damit der Akku nicht auskühlt. Türen und Fenster sollten nicht länger als nötig offen bleiben und die Heizung im Umluftbetrieb erwärmt den Innenraum wesentlich schneller. Auch das Umschalten des Fahrmodus auf „Eco“ bewirkt ein effektives Einsparen von Energie. Außerdem ist zu beachten, dass sich bei einer kalten Batterie die Ladedauer erhöht. Reagieren E-Autofahrer jetzt entsprechend, dürfte die verringerte Reichweite kein Problem mehr sein.
(Quellen: ADAC, Verbraucherinformationen des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr)














