Rotes X auf der Autobahn: Dieser Fehler wird jetzt richtig teuer

Ein Straßenarbeiter in orangefarbener Schutzkleidung und schwarzen Handschuhen, der mit einem langen Werkzeug weiße Markierungsstreifen auf einer asphaltierten Straße aufträgt.
Symbolbild © istockphoto/Canetti

Ein rotes Zeichen sorgt auf der Autobahn immer wieder für Ärger: Wer das X über einer Fahrspur ignoriert, riskiert nicht nur gefährliche Situationen, sondern auch ein saftiges Bußgeld.

Ein kleines Zeichen, das viele Autofahrer übersehen: Auf der Autobahn kann ein rotes X plötzlich richtig teuer werden.

Achtung: Das rote X wird häufig ignoriert

Mit rund 13.200 Kilometern bietet das deutsche Autobahnnetz eines der dichtesten Fernstraßennetze Europas. Auf den zahlreichen Strecken begegnen Autofahrern dabei immer wieder besondere Verkehrszeichen. Besonders tückisch sind die elektronischen Anzeigen auf Autobahnen. Denn ein bestimmtes Zeichen ignorieren Autofahrer immer wieder – mit teuren Folgen. Gemeint ist das rote X, offiziell auch gekreuzter Schrägbalken genannt. Es leuchtet über einer Fahrspur auf und hat eine unmissverständliche Bedeutung: Diese Spur ist gesperrt. Wer trotzdem weiterfährt, verstößt gegen die Verkehrsregeln.

Das elektronische Dauerlichtzeichen kommt zum Einsatz, wenn eine Fahrspur kurzfristig nicht mehr befahren werden darf. Gründe dafür können etwa ein Unfall, ein Stau, ein liegen gebliebenes Fahrzeug oder eine Ölspur sein. Trotzdem wechseln manche Autofahrer nicht rechtzeitig auf eine andere Spur. Stattdessen fahren sie weiter, um sich erst später einzuordnen – und riskieren damit nicht nur ein Bußgeld. Besonders an Unfallstellen kann dieses Verhalten für Helfer und andere Verkehrsteilnehmer lebensgefährlich werden. Wie teuer die Missachtung werden kann, zeigte zuletzt ein Fall auf der A1 in Bremen. Medienberichten zufolge kamen dort innerhalb von nur dreizehn Minuten fast 10.000 Euro an Bußgeldern zusammen, weil zahlreiche Fahrer das rote X missachtet hatten.

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Bis zu 268,50 Euro und dazu noch Fahrverbot

Wer das rote X ignoriert, muss laut bußgeldkatalog.org mit 118,50 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Wird dabei ein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet, können 228,50 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot fällig werden. Noch teurer wird es, wenn durch den Verstoß ein Unfall verursacht wird. Dann drohen 268,50 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ebenfalls ein Monat Fahrverbot.

Und noch ein kurioses Verkehrsschild sorgt auf deutschen Autobahnen für Aufmerksamkeit. Auf einem rund 140 Kilometer langen Abschnitt der A9 zwischen Nürnberg und München stehen nur dreizehn Exemplare eines schwarz-weißen Schildes. Es gehört zum „Digitalen Testfeld Autobahn“ und dient der zentimetergenauen Orientierung automatisierter Fahrzeuge. Für normale Autofahrer gilt jedoch: Die seltensten Verkehrsschilder Deutschlands darf man einfach ignorieren.

(Quellen: Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), ADAC, Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt))