Schlag: Deutscher Autobauer will wohl 100.000 Stellen streichen

Ein Arbeiter steht in einer Fabrik eines deutschen Autobauers. Er steht bei der Produktion mehrerer elektrischer Autos. Am Fließband setzen Mitarbeiter einzelne Teile zusammen, um das E-Auto sicher für die Straße zu machen.
Symbolbild © imago/Kirchner-Media

Die deutsche Automobilindustrie steht unter starkem Druck. Unternehmen kämpfen mit wirtschaftlichen Problemen, gleichzeitig wächst die Unsicherheit in den Betrieben. Ein Autobauer will wohl 100.000 Stellen streichen.

Die deutsche Automobilbranche durchläuft derzeit eine schwierige Phase. Hersteller sehen sich mit schwacher Nachfrage, hohen Kosten und einem intensiven internationalen Wettbewerb konfrontiert. Gleichzeitig verändert sich der Markt durch den Übergang zur Elektromobilität.

Sorge um Arbeitsplätze nimmt in der Autoindustrie zu

Auch die Beschäftigten spüren diese Entwicklung deutlich. Viele Arbeitnehmer sorgen sich um ihre berufliche Zukunft, weil Umstrukturierungen und Sparprogramme in der Branche an Bedeutung gewinnen. In den Betrieben wächst die Unruhe, da nicht klar ist, wie sich die Veränderungen auf einzelne Standorte und Arbeitsbereiche auswirken. Gerade in großen Produktionswerken steht die Frage im Raum, wie viele Stellen langfristig bestehen bleiben. Diese Unsicherheit belastet die Belegschaft zusätzlich und verstärkt die Diskussion über den Wandel der gesamten Branche.

Autobauer will weltweit 100.000 Stellen streichen

Mehrere große Hersteller der Automobilbranche prüfen derzeit umfassende Sparprogramme und schließen dabei auch Stellenstreichungen nicht aus. Hintergrund sind anhaltender Kostendruck, der Strukturwandel zur Elektromobilität. Bei Volkswagen verschärft sich der geplante Sparkurs deutlich. Laut einem Bericht zieht der Konzern inzwischen in Betracht, weltweit bis zu 100.000 Stellen zu streichen. Damit würde sich das zuvor genannte Ziel von 50.000 Abbauplätzen verdoppeln. Vorstandschef Oliver Blume hat dem Vorstand bereits ein Konzept vorgelegt, das in Umfang und Wirkung deutlich über frühere Einsparpläne hinausgeht und damit neue Dimensionen in der Branche markiert.

Lesen Sie auch
Neue Ladetechnik soll E-Autos in Minuten statt Stunden laden

Gleichzeitig trifft dieser Kurs auf verbindliche Zusagen innerhalb des Konzerns. So gilt bei Volkswagen eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2030, bei Audi sogar bis 2033. Diese Vereinbarungen sollen eigentlich betriebsbedingte Kündigungen verhindern. Vor diesem Hintergrund bleibt unklar, auf welchem Weg ein Stellenabbau in dieser Größenordnung praktisch umgesetzt werden könnte. Im Unternehmen selbst steht daher weiterhin die Frage im Raum, wie sich die neuen Sparpläne mit den bestehenden Regelungen in Einklang bringen lassen.

(Quellen: manager magazin, Business Punk, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)