
Ein missglücktes Überholmanöver endet in einer Katastrophe. Ein Auto prallt gegen einen Baum, fängt Feuer und brennt vollständig aus. Für die beiden Insassen kommt jede Hilfe zu spät. Der tragische Unfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit bei Fahrzeugbränden auf.
Ein schrecklicher Unfall hat Baden-Württemberg erschüttert. Auf der Landesstraße 1165 bei Bartholomä im Ostalbkreis sterben ein 34 Jahre alter Autofahrer und seine 43-jährige Beifahrerin. Ihr Fahrzeug gerät nach dem Aufprall gegen einen Baum in Brand und brennt vollständig aus. Als Feuerwehr und Rettungskräfte eintreffen, können sie den beiden Menschen nicht mehr helfen.
Zwei Todesopfer bei schrecklichem Unfall mit einem E-Auto
Nach den bisherigen Ermittlungen setzte der Fahrer am Dienstagabend zu einem Überholmanöver an. Wegen eines entgegenkommenden Fahrzeugs brach er den Überholvorgang ab und scherte wieder ein. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Auto. Der Wagen geriet ins Schleudern, kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug zurück auf die Straße geschleudert, wo es Feuer fing.
Die Feuerwehr löschte den Brand, für die beiden Insassen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Landesstraße blieb bis in die frühen Morgenstunden gesperrt. Spezialisten sicherten Spuren und rekonstruierten den Unfallhergang. Der entstandene Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei rund 60.000 Euro.
Kritiker in Aufruhr: Unfallursache bei E-Auto steht im Fokus
Der Unfall sorgt auch deshalb für große Aufmerksamkeit, weil das Fahrzeug ein Elektroauto war. Experten weisen allerdings darauf hin, dass Elektroautos nach bisherigen Untersuchungen nicht häufiger brennen als Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor. Auch nach schweren Unfällen liegt die Brandursache häufig nicht in der Hochvolt-Batterie. Moderne E-Autos trennen das Hochvoltsystem bei einem schweren Aufprall automatisch vom restlichen Fahrzeug.
Für die Polizei steht zunächst die Rekonstruktion des Unfallablaufs im Mittelpunkt. Zeugen werden befragt und die Spuren ausgewertet. Erst danach lässt sich abschließend beurteilen, welche Faktoren zu der Tragödie geführt haben. Fest steht bereits jetzt: Zwei Menschen verloren innerhalb weniger Sekunden ihr Leben. Für Angehörige, Einsatzkräfte und Zeugen bleibt ein Einsatz, der noch lange nachwirken dürfte.
(Quellen: Polizei Aalen, SWR, Schwäbische Post)














