
Die Temperaturen steigen, die Sonne brennt vom Himmel, und viele Autofahrer freuen sich über das Sommerwetter. Für Besitzer von Elektroautos lohnt sich jedoch ein genauer Blick auf den Parkplatz. Wer sein Fahrzeug bei großer Hitze stundenlang voll geladen in der prallen Sonne stehen lässt, kann dem Akku langfristig schaden.
Dabei geht es nicht um eine akute Gefahr oder ein erhöhtes Brandrisiko. Moderne Elektroautos verfügen über umfangreiche Sicherheitssysteme. Die eigentliche Herausforderung liegt an anderer Stelle: Hitze und ein hoher Ladestand setzen den Batteriezellen zu. Genau diese Kombination beschleunigt die Alterung des Akkus.
Hitze-Alarm für E-Autos: Batterien voll laden und Parkplatz suchen
Lithium-Ionen-Batterien arbeiten am liebsten bei moderaten Temperaturen. Klettert das Thermometer auf 30 Grad oder mehr, steigen auch die Temperaturen im Fahrzeug und im Batteriesystem. Gleichzeitig sorgt ein vollständig geladener Akku für eine besonders hohe Zellspannung. Treffen beide Faktoren zusammen, laufen chemische Alterungsprozesse schneller ab. Für Autofahrer macht sich das zunächst nicht bemerkbar. Der Akku funktioniert weiterhin.
Viele Hersteller empfehlen deshalb, den Akku im Alltag nicht dauerhaft auf 100 Prozent zu laden. Für tägliche Fahrten reichen häufig 70 bis 80 Prozent vollkommen aus. Die Vollladung sollte vor allem dann erfolgen, wenn direkt danach eine längere Strecke ansteht. Wer sein Fahrzeug erst Stunden später nutzt, belastet den Akku unnötig.
Belastung im Sommer in der prallen Sonne viel zu hoch für E-Autos
Auch beim Parken gibt es einfache Möglichkeiten, die Batterie zu schonen. Ein Platz in der Tiefgarage oder im Schatten hilft bereits deutlich. Wer keine überdachte Parkmöglichkeit hat, sollte nach Möglichkeit zumindest die direkte Mittagssonne vermeiden. Gerade während längerer Standzeiten können einige Grad Temperaturunterschied einen spürbaren Effekt haben. Viele moderne Elektroautos unterstützen ihre Besitzer zusätzlich mit intelligenten Batteriemanagementsystemen. Diese überwachen Temperatur und Ladezustand rund um die Uhr.
Einige Fahrzeuge kühlen den Akku bei Bedarf sogar aktiv. Trotzdem können technische Systeme die physikalischen Belastungen durch Hitze nicht vollständig ausgleichen. Experten sehen deshalb vor allem das Nutzerverhalten als entscheidenden Faktor. Wer sein Fahrzeug jeden Abend auf 100 Prozent lädt und anschließend den ganzen Tag in der Sonne stehen lässt, erhöht den Verschleiß des Akkus. Wer dagegen auf einen moderaten Ladestand achtet und möglichst schattige Stellplätze nutzt, kann die Lebensdauer der Batterie deutlich verlängern.
(Quellen: ADAC, Bundesverband eMobilität, TÜV Verband, Herstellerempfehlungen von Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz)














