Sparhammer bei VW: Auch deutsche Werke sind nun betroffen

Die Volkswagen AG-Zentrale in Wolfsburg. Am dunklen Himmel erstrahlt das Logo des deutschen Autobauers. Der Hauptsitz in Wolfsburg ist das Herzstück von VW.
Symbolbild © istockphoto/Wirestock

Die deutsche Autoindustrie steckt in der Krise. Sinkende Umsätze und starke ausländische Konkurrenz machen Traditionsherstellern und Zulieferern zu schaffen. VW verkündet nun Sparmaßnahmen, auch deutsche Werke sind betroffen.

Die deutsche Autoindustrie kämpft mit Herausforderungen. Nicht nur kleine Zulieferer, sondern auch große Konzerne müssen sparen. Bei VW sind jetzt auch deutsche Werke betroffen.

Krise der Autoindustrie: Das sind die Hintergründe

Die deutsche Autoindustrie steckt in der Misere. Sie hat nicht nur Schwierigkeiten, im Bereich Elektromobilität mit internationalen Konkurrenten mitzuhalten – insbesondere chinesische Hersteller scheinen immer mehr vorbeizuziehen. Auch Absatzverluste auf wichtigen Märkten machen den Herstellern zu schaffen. Zusätzlich haben strukturelle Probleme und Disruptionen durch neue Technologien jahrzehntelang profitable Geschäftsmodelle erschüttert.

Eine anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher belastet die Umsätze zusätzlich. Die Folge sind massiver Gewinneinbruch und Sparprogramme, um Verluste zu vermeiden oder einzudämmen. Allerdings sorgen Sparmaßnahmen wie Stellenabbau auch für enorme Unsicherheit bei den Beschäftigten. Denn in der Vergangenheit haben Konzerne bereits einige Stellen gestrichen und sogar komplette Werke geschlossen.

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Deutsche Werke sind betroffen: Das sind die Sparmaßnahmen bei VW

Ein Hersteller, der in der Vergangenheit immer wieder Sparmaßnahmen ankündigen musste, ist VW. Bereits der Diesel-Skandal führte zu erheblichen Belastungen, von denen sich der Konzern weiterhin nur schwer erholt. Auch ein Machtkampf und Streit belasten den Konzern. Nun wird klar: Volkswagen kündigt Sparmaßnahmen an, auch deutsche Werke sind betroffen.

Denn der Volkswagen-Konzern stellt seine Produktionsstruktur um und teilt die Werke in fünf neue Regionen, darunter drei in Europa und zwei in Nord- und Südamerika. Dies soll die markenübergreifende Zusammenarbeit verbessern und Kosten senken. Deutschland wird dabei mit Polen den Bereich „Mitteleuropa“ bilden, während andere europäische Länder wie Tschechien und die Slowakei sowie Spanien und Portugal eigene Produktionsverbünde erhalten. Besonders wichtig wird das Konzept für die Iberische Halbinsel, wo ab 2026 neue, günstigere Elektro-Kleinwagen wie der ID.Polo produziert werden sollen, um mit der internationalen Konkurrenz mitzuhalten.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, VW, Automobilwoche)