
An den Zapfsäulen der Tankstellen bahnt sich 2026 ein unangenehmer Trend an: Der Sprit wird teurer. Das könnte viele Autofahrer im neuen Jahr spürbar ins Schwitzen bringen.
2026 droht an deutschen Zapfsäulen ein neuer Preisschub. Hinter den Kulissen wird längst an einem System geschraubt, das den Sprit spürbar verteuern könnte.
Preisknaller an der Zapfsäule
Teurer Sprit? Das kennen Autofahrer längst. Aber 2026 kommt ein neuer Kostentreiber ins Spiel. Erstmals wird der CO₂-Preis nicht mehr politisch festgelegt, sondern durch versteigerte Emissionszertifikate bestimmt. Der Preisrahmen dafür liegt zunächst zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO₂. Was bedeutet das auf dem Display der Zapfpistole? Bei Benzin könnten bis zu knapp 3 Cent pro Liter hinzukommen, bei Diesel etwas mehr als 3 Cent.
Damit hat sich der CO₂-Aufschlag seit 2020 auf inzwischen rund 17 Cent (Benzin) und etwa 19 Cent (Diesel) summiert – je nach tatsächlichem Zertifikatspreis. Wie weh das am Monatsende tut, entscheidet am Ende aber das gesamte Mix-Paket aus Rohölkurs, Energiesteuern und Nachfrage. Immerhin fließen die Einnahmen in den Klima- und Transformationsfonds. Dort soll er Energiewende, Klimaschutz und sozialen Ausgleich finanzieren. Ab 2028 soll der Preis dann komplett frei am europäischen Emissionshandel ETS II entstehen – ohne Schutzkorridor.
Spartricks gegen den Zapf-Schock
Für viele klingt das bitter – denn aufs Auto verzichten können die wenigsten. Vor allem Pendler trifft jeder Cent. Mini-Trost: Seit dem 1. Januar 2026 gelten einheitliche 38 Cent Pendlerpauschale pro Kilometer – und zwar ab dem ersten. Was hilft kurzfristig? Tanken mit Köpfchen! Wer Preise per Tank-App vergleicht und zu günstigen Tageszeiten fährt – meist 19 bis 20 Uhr –, kann laut Kartellamt satte 150 bis 200 Euro pro Jahr sparen. Und: Finger weg von der Autobahn! Dort sind die Preise in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert. 2023 lag der Unterschied für E5 bei rund 38 Cent pro Liter, inzwischen bei rund 45 Cent – Diesel ähnlich.
Langfristig stellt sich die Frage: Vielleicht doch ein E-Auto? Die Preise für gebrauchte und Neuwagen sind gefallen, über neue Förderungen für Normal- und Geringverdiener wird nachgedacht. Dazu kommen Vorteile bei Kfz-Steuer und beim Laden – besonders wenn das Auto an der heimischen Ladestation oder sogar vom eigenen Solardach tankt. Kurios: Trotz steigender CO₂-Preise sind die Tankstellenpreise im Vorjahr gesunken. E5 kostete im Schnitt 1,74 Euro, Diesel 1,61 Euro – etwa 6 beziehungsweise 4 Cent weniger als 2024. Hauptursache: Der Rohölpreis fiel.
(Quellen: ADAC, Handelsblatt)














