
Jetzt explodieren die Spritpreise tatsächlich noch weiter. Die Menschen in Deutschland werden immer verzweifelter. Die Politik fordert nun einen staatlichen Preisdeckel für die kommenden Monate.
Autofahrer müssen an deutschen Tankstellen derzeit tief in die Tasche greifen. Die Spritpreise explodieren und erreichen teilweise neue Höchststände. Nun wächst auch der politische Druck auf die Bundesregierung.
Bürger verlangen einen Preisdeckel
Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke fordert einen staatlichen Spritpreisdeckel und wirft den Mineralölkonzernen vor, von der angespannten Lage zu profitieren. Die Spritpreise explodieren vor allem vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und der stark gestiegenen Rohölpreise. Nach Angaben der Experten kostete Super E10 am 9. September bundesweit durchschnittlich 2,259 Euro pro Liter. Damit stieg der Preis innerhalb einer Woche um 7,6 Cent.
Dietmar Woidke hält diese Entwicklung für nicht länger hinnehmbar. Er kritisiert in den Medien vor allem mögliche Zusatzgewinne der Mineralölkonzerne. Millionen Pendler seien auf ihr Auto angewiesen und könnten den steigenden Preisen kaum ausweichen. Und die Spritpreise explodieren weiter. Neben Woidke fordert auch Linken-Chefin Ines Schwerdtner ein Eingreifen der Politik. Sie verlangt einen konkreten Notfallplan gegen einen weiteren Preisanstieg. In der politischen Debatte stehen verschiedene Maßnahmen zur Diskussion.
Die Menschen werden immer verzweifelter
Dabei hat die Bundesregierung bereits versucht, die Situation an den Zapfsäulen zu entschärfen. Seit April dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal täglich erhöhen. Die sogenannte 12-Uhr-Regel erlaubt ihnen jedoch weiterhin, die Preise jederzeit zu senken. Die Maßnahme sollte extreme Preisschwankungen eindämmen. Doch eine aktuelle Auswertung aus Thüringen zeigt Probleme bei der Umsetzung. Dort registrierten Behörden Tausende Verstöße gegen die neue Regel. Die Spritpreise explodieren, obwohl der Staat bereits versucht, den Markt stärker zu regulieren.
Wie außergewöhnlich die Entwicklung inzwischen ausfällt, zeigt ein Blick auf die längerfristigen Zahlen. Die Experten errechneten für August einen durchschnittlichen E10-Preis von 2,145 Euro je Liter. Damit erreichte Super E10 im Monatsdurchschnitt ein neues Hoch. Anfang September folgte der nächste Rekord: Ein Liter E10 kostete am 2. September im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,22 Euro und übertraf damit sogar den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2022.
(Quellen: Bundesregierung, ADAC, en2x)














