Spritpreise schießen nach oben – Autofahrer flüchten ins Ausland

Zapfsäulen mit grüner, roter und schwarzer Tankpistole an einer Tankstelle. Im Vordergrund sind überblendete Euro-Noten zu sehen. Es handelt sich um einen 100-Euro-Schein und um einen 50-Euro-Schein.
Symbolbild © istockphoto/undefined undefined

Viele hatten auf Besserung gehofft. Nun ist jedoch das Gegenteil der Fall: Erneut schießen die Spritpreise nach oben, wie aktuelle Daten belegen. Wer sparen will, verzichtet zunehmend aufs Auto – oder fährt für eine Tankfüllung ins Ausland.

Die anhaltende Krise auf internationaler Ebene sorgt für erhebliche Turbulenzen an den Zapfsäulen. Ein wesentlicher Einflussfaktor für die jüngsten Teuerungen im Land ist und bleibt die angespannte geopolitische Lage.

Ernüchterung im September: Spritpreise schießen erneut nach oben

Schon seit dem Frühjahr 2026 müssen Autofahrer für Sprit tief in die Tasche greifen. Umfragen wie die des Marktforschungsinstituts YouGov belegen: Um Geld zu sparen, entscheidet sich so mancher immer häufiger dazu, das Fahrzeug gar nicht erst zu benutzen. Stattdessen entscheiden sich insbesondere die unter 30-Jährigen für andere Optionen. Dazu gehören die öffentlichen Verkehrsmittel. Doch nicht jeder kann aufs Auto verzichten, etwa Menschen in ländlichen Regionen.

Tankstellen im Ausland: So viel Kraftstoff darf man mitnehmen

Eine Besserung bei der Preisgestaltung ist vorerst wohl nicht in Sicht, wie Daten des Bundeskartellamts belegen. Demnach sind die Preise im September erneut um bis zu zehn Cent pro Liter in die Höhe geschossen. Zudem erklärt das Amt, dass sich die Spritpreise in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Staaten auf hohem Niveau bewegen. Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Teuerungen der vergangenen Monate ist der Iran-Konflikt. Nach wie vor ist die Lage angespannt.

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Dass die hohen Kosten allerdings nicht mehr ganz zu den tatsächlichen Entwicklungen am Weltmarkt passen, erklärt der ADAC: Die Experten kritisieren, dass die Preise fürs Tanken den realen Rohstoffkosten widersprechen und deutlich zu hoch ausfallen. Auch Verbraucherschützer bezeichnen das Preissetzungsverhalten teilweise als intransparent. Wer kann, tankt in benachbarten Ländern – etwa in Polen. Am Bodensee sind die Preise so hoch, dass viele nach Österreich fahren. In Polen sparen Verbraucher ‒ je nach Kraftstoff ‒ rund 30 Euro. Möchte man sich einen Vorrat nach Deutschland mitnehmen, muss man allerdings einen Punkt beachten: In einem Reservebehälter darf man höchstens 20 Liter Kraftstoff steuerfrei einführen. Der ADAC rät aus Sicherheitsgründen nur zu zehn Litern. Wer Kraftstoff aus Nicht-EU-Ländern einführen will, darf maximal zehn Liter im Kanister haben.

(Quellen: ADAC, MTS-K)