Spritpreise steigen weiter an in Deutschland – „Wird zum Luxus“

Im Vordergrund befinden sich zwei 500-Euro-Scheine. Im Hintergrund ist eine Anzeigentafel für Spritpreise zu sehen. Bei Diesel, E10, Super und Super Plus steht die Aufschrift "teuer".
Symbolbild © istockphoto/Stadtratte

Tanken ist in der Bundesrepublik schon immer eine teure Angelegenheit gewesen. Nun steigen aber die Spritpreise an den Tankstellen in Deutschland noch weiter und sorgen dafür, dass ein voller Tank zum Luxus wird.

Aktuelle Krisen auf der Welt, nicht zuletzt die Ölkrise durch den Krieg im Iran, lassen die Preise an den Tankstellen steigen. Die Spritpreise erreichen dieser Tage neue Höchstwerte, sodass es, mit dem Auto zu fahren, vielleicht schon als Luxus gelten kann.

Warum Autofahrer derzeit genauer auf die Zapfsäule schauen

Für viele Autofahrer gehört der Blick auf die Anzeigetafel an der Tankstelle inzwischen zum täglichen Ärgernis. In zahlreichen Regionen Deutschlands liegt der Preis für Kraftstoffe erneut deutlich über der Marke von zwei Euro pro Liter. Besonders Pendler spüren diese Entwicklung schnell im Geldbeutel. Aktuelle Durchschnittswerte zeigen einen leichten, aber spürbaren Aufwärtstrend. Diesel kostet zuletzt rund 2,15 Euro pro Liter, während Super E10 etwa 2,04 Euro erreicht. Damit steigen die Preise wieder leicht an, nachdem sie zuvor kurzzeitig etwas gesunken waren.

Ein Blick auf langfristige Daten zeigt, dass sich die Kosten für Kraftstoffe in den vergangenen Jahren insgesamt deutlich erhöht haben. Vor allem Diesel hat seit Beginn der Energiekrise erheblich zugelegt. Ein großer Teil des Endpreises besteht dabei aus Steuern und Abgaben. In Deutschland machen Energiesteuer, CO₂-Preis und Mehrwertsteuer oft mehr als die Hälfte des Preises aus. Für Autofahrer lohnt es sich deshalb, genauer auf den Zeitpunkt des Tankens zu achten. Laut Auswertungen von Autoclubs und Experten sind die Preise abends häufig deutlich niedriger als morgens.

Lesen Sie auch
Gegenstand im Auto: Dieser Fehler kann richtig teuer werden

Spritpreise steigen: Dieser Faktor sorgt für neue Unsicherheit

Der wichtigste Treiber hinter den aktuellen Preisschwankungen liegt auf den internationalen Energiemärkten. Der Ölpreis reagiert sehr sensibel auf politische Konflikte und wirtschaftliche Entwicklungen. Schon kleine Veränderungen können sich innerhalb weniger Tage auf die Preise an europäischen Tankstellen auswirken. Derzeit sorgt besonders die Lage im Nahen Osten für Unsicherheit. Konflikte in wichtigen Förderregionen beeinflussen den globalen Ölhandel. Händler kalkulieren Risiken ein, wodurch Rohöl kurzfristig teurer werden kann.

Hinzu kommt, dass der europäische CO₂-Preis für Kraftstoffe weiter steigt. Dieser Preisaufschlag wird schrittweise erhöht und fließt direkt in den Literpreis ein. Fachleute erwarten deshalb, dass Kraftstoffe langfristig eher teurer als günstiger werden. Für Verbraucher gibt es dennoch Möglichkeiten, Kosten zu senken. Neben dem Tanken am Abend helfen Preisvergleichs-Apps, günstige Stationen in der Umgebung zu finden.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)