Stau-Wahnsinn auf Autobahnen – Zahlen schießen nach oben

Eine Autobahn in Deutschland. Auf der Strecke hat sich ein Stau mit mehreren Fahrzeugen gebildet. Es sind Lkws und Autos zu sehen. Im Vordergrund sind die Worte "Achtung Stau" zu lesen.
Symbolbild © istockphoto/Animaflora

Auf deutschen Autobahnen hat sich die Zahl der Staus in der Sommerferiensaison erhöht. Das belegen neue ADAC-Daten. Dabei können solche Verkehrsbelastungen auch auf die Gesundheit schlagen. Die Details zur Entwicklung und wie Betroffene sich richtig verhalten.

Staus rauben Autofahrern regelmäßig die Nerven. Auch in dieser Sommersaison dürfte der Stresspegel vieler erneut in die Höhe geschossen sein. Klar ist: Es gab mehr Staus als 2025.

Sommerferien: Mehr Staus auf deutschen Autobahnen

Zeitdruck, Nervosität und Unruhe ‒ das alles verursacht Stau bei vielen Autofahrern. Dass die Verkehrsüberlastung sogar die Gesundheit gefährden kann, hat unter anderem eine ältere Studie des niederländischen Navigationsherstellers „TomTom“ ergeben. Demnach erhöht sich der Stresspegel vor allem bei Männern nachweislich, wobei körperliche Symptome ‒ etwa ein schneller Atem und Schwindel ‒ von den Betroffenen nicht immer bewusst wahrgenommen werden. Fachleute raten dazu, tief durchzuatmen, bei Bedarf beruhigende Musik einzuschalten und die Muskeln im Schulter- und Nackenbereich zu lockern.

Nun zeigen ADAC-Daten, dass sich die Zahl der Staus während der Sommerreisezeit 2026 im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent erhöht hat. Registriert wurden 128.849 Staus. Doch das ist nicht alles: Nicht nur die Häufigkeit ist gestiegen, sondern auch die Länge der Verkehrsstaus auf den Straßen. Insgesamt belief diese sich auf 217.727 Kilometer. Die meisten Verkehrsstörungen traten in der bevölkerungsreichen Region Nordrhein-Westfalen auf, wo es vor allem Mitte Juli zu erheblichen Verzögerungen kam.

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Wie Autofahrer sich richtig verhalten

Für den Fall von Blockaden auf den Straßen rät der ADAC zu einem umsichtigen Agieren der Autofahrer. Um nachfolgende Fahrzeuge vor der Gefahr zu warnen, sollte bereits beim Auffahren auf ein Stauende umgehend die Warnblinkanlage betätigt werden. Eine Durchfahrt für Rettungskräfte ist zudem sofort freizumachen, wenn der Verkehrsfluss ins Stocken gerät. Hierzu lenken die Fahrer auf der äußersten linken Spur ihre Autos an den Rand, während der Verkehr auf allen Spuren rechts davon zur Leitplanke hin ausweicht. Auch wichtig: Das Verlassen des Wagens ist während der Wartezeit auf der Autobahn untersagt. Ebenso ist es nicht erlaubt, die Kolonne über den Standstreifen zu umgehen.

(Quellen: ADAC, dpa)