
Viele Rentner in Europa stehen im Alltag unter finanziellem Druck. Regierungen suchen nach Lösungen, um ältere Menschen gezielt zu entlasten und soziale Sicherheit im Alter zu stärken. Einige Rentner werden dabei wohl künftig von einer neuen Auto-Regel profitieren.
In vielen Ländern der EU reicht die Rente nicht aus, um die steigenden Lebenshaltungskosten zu decken. Deshalb müssen ältere Menschen sparen und Ausgaben genau planen. Besonders Mieten, Energiepreise und Lebensmittel belasten das Budget. Zudem fehlt vielen Rentnern ein zusätzliches Einkommen.
Rentner kommen knapp über die Runden: Staaten reagieren mit Entlastungen
Wer keine Rücklagen aufgebaut hat, gerät schnell in finanzielle Schwierigkeiten. Gleichzeitig steigen Gesundheitskosten im Alter, etwa für Medikamente oder Pflegeleistungen. Diese Kombination aus festen Einkünften und wachsenden Ausgaben zwingt viele Senioren zu Einschränkungen im Alltag. Einige Staaten reagieren auf diese Entwicklung und entlasten Rentner gezielt. Sie erhöhen Renten, passen sie an die Inflation an oder schaffen Sonderzahlungen. Zudem senken manche Länder Steuern für ältere Menschen mit geringem Einkommen. Andere Regierungen fördern Zuschüsse für Energie oder Wohnen, damit Senioren ihre Fixkosten besser bewältigen können. Darüber hinaus vereinfachen Programme den Zugang zu sozialen Leistungen. Solche Maßnahmen sollen die Kaufkraft sichern und Altersarmut begrenzen.
Rentner profitieren von neuer Auto-Regel
Auch das Steuersystem kann Rentner belasten. Viele zahlen Einkommensteuer auf ihre Bezüge, wenn sie bestimmte Freibeträge überschreiten. Darüber hinaus treffen sie indirekte Steuern wie Mehrwertsteuer bei jedem Einkauf. Steigende Verbrauchssteuern erhöhen die Lebenshaltungskosten zusätzlich. In einigen Ländern kommen lokale Abgaben hinzu, etwa für Immobilien oder Dienstleistungen. Wer im Ruhestand ein Haus besitzt, trägt oft Grundsteuern oder Instandhaltungskosten. Deshalb diskutieren Regierungen regelmäßig über Entlastungen im Steuerrecht. Sie prüfen Freibeträge, Abzugsregeln und Sondermodelle, um ältere Menschen mit geringem Einkommen zu unterstützen.
In Italien plant die Regierung ab 2026 eine Entlastung für ältere Autofahrer. Wer bis zum 1. Januar 2026 das 70. Lebensjahr erreicht, soll unter bestimmten Bedingungen keine Kfz-Steuer mehr zahlen. Die Regel betrifft den sogenannten „bollo auto“. Mit dieser Entscheidung will der Staat die finanzielle Belastung im Alter senken und Senioren direkt unterstützen.
(Quellen: Italienisches Finanzministerium, Regierungsangaben, dpa, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














