
Autofahrer müssen sich umstellen, denn ein deutsches Nachbarland führt eine neue Regel ein. Wer sich nicht daran hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Viele haben diese Vorschrift noch gar nicht auf der Uhr.
In der niederländischen Hauptstadt Amsterdam verschärfen die Behörden ihr Vorgehen gegen Parksünder und nehmen dabei insbesondere ausländische Autofahrer ins Visier. Hintergrund ist das wachsende Problem, dass viele Besucher Strafzettel ignorieren, da sie nach ihrer Abreise kaum noch belangt werden können.
Härtere Strafen für alle Autofahrer greifen ab April in deutschem Nachbarland
Die Stadt reagiert nun mit einer deutlich härteren Maßnahme. Anstatt wie bisher nur Bußgelder zu verhängen, soll in bestimmten Fällen direkt eine Radkralle am Fahrzeug angebracht werden. Das bedeutet konkret, dass das Auto vor Ort blockiert wird und erst wieder bewegt werden kann, wenn die offene Strafe bezahlt wurde. Damit will die Stadt sicherstellen, dass Verstöße nicht folgenlos bleiben. Das neue Vorgehen richtet sich vor allem gegen Fahrer, die ihr Fahrzeug falsch parken und anschließend nicht erreichbar sind oder die Zahlung verweigern.
Gerade bei ausländischen Kennzeichen ist die Durchsetzung von Bußgeldern schwierig, da grenzüberschreitende Verfahren aufwendig sind. Die Radkralle soll dieses Problem umgehen, indem sie den Druck unmittelbar erhöht. Das hat spürbare Konsequenzen für Autofahrer. Wer künftig in Amsterdam falsch parkt, muss damit rechnen, sein Fahrzeug zunächst nicht nutzen zu können. Erst nach Begleichung der offenen Forderung kann der Autofahrer weiter fahren. Damit wird aus einem klassischen Strafzettel eine direkte Einschränkung vor Ort.
Nachbarland will jetzt durchgreifen: Urlauber ins Visier genommen
Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie, mit der die Stadt gegen Verkehrsverstöße vorgehen will. Amsterdam kämpft seit Jahren mit hohem Verkehrsaufkommen, begrenztem Parkraum und einer großen Zahl an Touristen. Entsprechend streng sind bereits jetzt viele Regeln – von Parkzonen bis hin zu Gebühren.
Für Besucher aus Deutschland bedeutet das: Wer mit dem Auto nach Amsterdam fährt, sollte die lokalen Vorschriften genau beachten. Falschparken kann nicht nur teuer werden, sondern im Extremfall auch dazu führen, dass das eigene Fahrzeug vorübergehend stillgelegt wird.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redaktion, Het Parool, dpa)














