
Eine Studie deckt auf, was bereits viele Menschen ahnen: Digitale Geräte in Autos sind gefährlicher als Alkohol. Dabei sollte die Technik ursprünglich zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.
Jetzt werden sich einige Menschen vielleicht verwundert die Augen reiben. Eine Studie deckt auf, dass digitale Geräte in Autos gefährlicher als Alkohol sind. Die ersten Maßnahmen, um diesem Effekt entgegenzuwirken, wurden bereits eingeleitet.
Rasante Weiterentwicklung der Technik
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Technik rasant weiterentwickelt und unser tägliches Leben grundlegend verändert. Von Computern und dem Internet ausgehend, wurden Informationszugang und Kommunikation technologisch neu organisiert, sodass die weltweite Netzwerkbildung und die digitale Zusammenarbeit nahtlos möglich sind. Fortschritte in der Halbleitertechnik haben die Leistungsfähigkeit von Geräten stetig gesteigert, während Energieeffizienz und Miniaturisierung neue Anwendungsfelder erschlossen. Die Entwicklung mobiler Technologien führte zu Smartphones und vernetzten Alltagsgegenständen, die Daten in Echtzeit erfassen, analysieren und teilen. Viele dieser Geräte erleichtern den Alltag und das Berufsleben ungemein – allerdings sind einige digitale Geräte tatsächlich gefährlicher als Alkohol!
Viele Funktionen hinter mehrstufigen Menüs erfordern Aufmerksamkeit
Bereits seit den 1990er-Jahren gibt es die ersten Smartphones, die damals mit einem Touchscreen und einer E-Mail- und Kalenderfunktion ausgestattet waren. In Autos gibt es Touchscreens bereits seit 1986, jedoch verfügte die Technologie in den Anfangszeiten lediglich über eine eingeschränkte Funktionalität. Mittlerweile haben sich Touchscreens in Autos zu einem zentralen Bedienelement entwickelt, das Fahrerlebnis und Sicherheit gemeinsam beeinflusst. Sie ermöglichen Zugriff auf Navigation, Multimedia, Telefonfunktionen und Fahrzeugeinstellungen in einem zentralen, oft größeren Display im Innenraum. Moderne Systeme setzen auf großzügige Bildschirme mit hoher Auflösung, reibungslosen Grafiken und Multi-Touch-Gesten, wodurch Menüs übersichtlich navigierbar bleiben.
Eine Studie deckte nun jedoch auf, dass Touchscreens in Autos sogar gefährlicher als Alkohol sind. Das Problem besteht darin, dass Touchscreens eine konstante Blickführung verlangen. Tasten und Knöpfe hingegen lassen sich durch Berührung erfühlen und erhöhen so die visuelle Fokussierung. Außerdem verbergen sich zum Teil viele Funktionen hinter mehrstufigen, verschachtelten Menüs, was die Bedienzeit oftmals erheblich verlängert und die Ablenkung steigert. Hinzu kommt, dass Fahrer ohne eine greifbare Rückmeldung mehr Fehler machen und deshalb länger auf das Display schauen. Einige Hersteller arbeiten daher bereits daran, wieder mehr mechanische Bedienelemente wie Tastenknöpfe und Tastfelder ins Auto zurückzubringen.
(Quellen: ADAC, Fahrlehrerverband, Allianz Versicherungen)














