
Autos gehören in Deutschland zu den beliebtesten Verkehrsmitteln. Das könnte sich jedoch schon in naher Zukunft ändern. Aktuelle Daten zeigen: Fast jedes zweite Auto wird bereits nicht mehr täglich gefahren.
Wer auch ohne öffentlichen Nahverkehr mobil sein möchte, ist mit dem Auto gut beraten. Doch immer mehr Bürger scheinen andere Verkehrsmittel zu bevorzugen. Fast jedes zweite Auto wird bereits nicht mehr gefahren.
Trendwende der Mobilität: Diese Verkehrsmittel nutzen Deutsche
Das Auto scheint in Deutschland auf dem absteigenden Ast zu sein. Wie Zahlen des Bundesverkehrsministeriums zeigen, hat sich der Fußverkehr mit einem Anstieg von 22 Prozent auf 26 Prozent deutlich erhöht, während auch der öffentliche Nahverkehr leicht von 10 Prozent auf 11 Prozent zulegen konnte. Dies ist besonders auf die Einführung des Deutschlandtickets zurückzuführen.
In Großstädten wird das Auto zunehmend durch das Fahrrad und den Fußverkehr ersetzt, wobei Fußwege (31 Prozent) fast gleichauf mit Autowegen (33 Prozent) liegen. Das Fahrrad erreicht einen Anteil von 15 Prozent. Auch die Verbreitung von E-Scootern nimmt zu, mehrere Anbieter konkurrieren in den Innenstädten mit dem Verleih.
Fast jedes zweite Auto nicht mehr gefahren: Auf dem absteigenden Ast
Dass das Auto zunehmend seltener genutzt wird, liegt auch an den Kosten. Denn neben Spritpreisen sind auch die Kosten für Versicherung, TÜV, Reparaturen und Instandhaltung gestiegen. Ein Festpreis wie beim Deutschlandticket ist unrealistisch. Aktuell bedrohen Schnee und Glatteis die Autobahnen.
Eine aktuelle Mobilitätsstudie des Bundesverkehrsministeriums zeigt, dass das Auto nach wie vor das wichtigste Verkehrsmittel in Deutschland ist, jedoch fast die Hälfte aller Autos täglich ungenutzt bleibt. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2008, als nur ein Drittel der Autos stehen blieb. Der Fußverkehr hat hingegen an Bedeutung zugenommen. Elektroautos werden mittlerweile ähnlich eingesetzt wie Verbrennerfahrzeuge, sowohl in Bezug auf Jahresfahrleistungen als auch bei der Nutzung für längere Strecken. Die Studie basiert auf einer umfangreichen Befragung von über 218.000 Haushalten in ganz Deutschland und wurde von Mai 2023 bis Juni 2024 durchgeführt.
(Quellen: Studie „Mobilität in Deutschland“ vom Verkehrsministerium)














