Studie deckt auf: Wasser im Tank macht Verbrenner sauberer

Eine Person in schwarzer Winterjacke und mit Frostschutzmittel steht vor der geöffneten Motorhaube und gießt die blaue Flüssigkeit in den Tank. Es fallen Schneeflocken vom Himmel.
Symbolbild © istockphoto/MarianVejcik

Diesel ist „dreckig“ für Umwelt und Gesundheit. Eine skurrile Methode schafft jedoch Abhilfe: Wasser im Tank – aber nur, wenn dabei ein bestimmtes Vorgehen berücksichtigt wird, wie Forscher aufklären. Das ist der Trick.  

Dieselfahrzeuge belasten Klima und Körper. Nun lässt ein vielversprechender Hack aus der Wissenschaft aufhorchen. Er funktioniert mit Wasser.

Wasser im Tank: Das ist der überraschende Effekt 

Wie der ADAC erklärt, gibt es immer mehr Elektro- und Hybridfahrzeuge, doch Verbrenner dominieren nach wie vor. Den Großteil machen Benziner aus. Auf dem zweiten Platz landen Dieselfahrzeuge mit einem Anteil von fast 30 Prozent. Beide Kraftstoffarten setzen der Umwelt und dem Klima zu. Laut Umweltbundesamt (UBA) sind vor allem Dieselautos im städtischen Verkehr verantwortlich für schlechtes Stickoxid (NOx). Dieses belastet die Luft, steigert die Smogbildung und befeuert ebenfalls die Erderwärmung.

Zugleich hat Stickoxid Nachteile für die Gesundheit. Zu viel davon reizt die Atemwege, schwächt das Abwehrsystem und erhöht auch die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Probleme. Wissenschaftler aus Nigeria haben nun auf Basis vorangegangener Forschung analysiert, wie Wasser im Tank die Werte spürbar verbessert und so zur Reduzierung von Emissionen beiträgt. Neu ist die Methode übrigens nicht. Nur die praktische Anwendung gestaltet sich bisher schwierig. Das hat verschiedene Gründe ‒ darunter die Problematik der Lagerung und Haltbarkeit der notwendigen Mischung.

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Wie der überraschende Wassertrick funktioniert

Die ausgewertete Methode ist als „WiDE“ (Water-in-Diesel Emulsion) bekannt. Doch Vorsicht: Wer glaubt, dass das Wasser bedenkenlos im Fahrzeugtank landen kann und deshalb direkt zur Flüssigkeit greift, irrt. Rost und Korrosion sind vorprogrammiert. Es gibt keine konkrete Empfehlung, dass Autofahrer die Methode nachahmen sollten.

Zunächst kommen waschaktive Substanzen ins Spiel ‒ und hier kommt es laut den Forschern vor allem auf die korrekte Konzentration an. Die sogenannten Tenside sorgen dafür, dass Wasser und Diesel sich zu einer Emulsion verbinden und sich nicht sofort trennen. Bei der anschließenden Verdampfung passiert es dann: Kleinste „Explosionen“ der Wassertröpfchen wirken auf den Diesel, verbessern die Verbrennung und verringern den Stickoxidanteil. Ob und wann die Methode tatsächlich Einzug in die Praxis findet, bleibt vorerst unklar. Dafür sind weitere Forschungen notwendig.

(Quelle: Universität für Technologie, Owerri, Nigeria)