
Eine E-Auto-Reparatur kann ziemlich teuer werden. Eine Studie enthüllt nun, dass sie im Schnitt 1200 Euro mehr kostet als bei einem Verbrenner. Viele Menschen sind davon alles andere als überrascht.
Wer auf ein E-Auto setzt, freut sich meist über niedrige Stromkosten an der Ladesäule. Doch wehe, das Fahrzeug muss nach einem Unfall in die Werkstatt, denn dann droht vielen Besitzern ein echtes finanzielles Fiasko. Wir decken auf, warum die Reparaturkosten bei E-Autos geradezu explodieren und warum der Traum vom günstigen Stromer in der Werkstatt plötzlich zu einem Albtraum für den Geldbeutel werden kann.
Das geht ganz schön ins Geld
Weniger Verschleißteile, niedrigere Wartungskosten und geringere Energiekosten sprechen für ein Elektroauto. Doch nach einem Unfall zeigt sich eine andere Seite. Denn E-Auto-Reparaturen können ganz schön ins Geld gehen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Instandsetzung eines Elektroautos nach einem nicht selbst verschuldeten Unfall im Durchschnitt rund 7380 Euro kostet. Bei Fahrzeugen mit Benzin-, Diesel- oder Hybridantrieb liegen die Kosten dagegen bei etwa 6190 Euro. Das ist ein Unterschied von knapp 1.200 Euro und rund 19 Prozent.
Auch bei der Dauer von E-Auto-Reparaturen muss man mehr Geduld mitbringen. Während Verbrenner durchschnittlich nach 23 Tagen wieder fahrbereit sind, verbringen Elektroautos rund 25 Tage in der Werkstatt. Die höheren Kosten haben mehrere Gründe. Zwar besitzen Elektroautos weniger mechanische Bauteile als Verbrenner, dafür sind viele Komponenten deutlich teurer. Besonders die Hochvoltbatterie und die empfindliche Elektronik treiben die Kosten einer E-Auto-Reparatur in die Höhe. Hinzu kommt, dass nach einem Unfall häufig umfangreiche Sicherheitsprüfungen und die Kalibrierung von Assistenzsystemen notwendig sind.
Andere Vorteile sind ebenfalls wichtig
Allerdings gibt es auch positive Entwicklungen. Experten gehen davon aus, dass die Reparaturkosten in Zukunft sinken. Werkstätten sammeln zunehmend Erfahrung im Umgang mit Elektrofahrzeugen und immer mehr Betriebe verfügen über die notwendige Zertifizierung für Arbeiten an Hochvoltfahrzeugen. Dadurch könnte sich der Kostenunterschied zwischen Stromern und Verbrennern weiter verringern.
Trotz der höheren Unfallkosten müssen die Menschen nicht automatisch vor einem Elektroauto zurückschrecken. Denn obwohl eine E-Auto-Reparatur derzeit noch teurer ist, zeigt die aktuelle Pannenstatistik des ADAC, dass Elektroautos insgesamt seltener liegen bleiben als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
(Quellen: GDV, AX, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














