
Ab dem 1. Oktober gilt der nächste Tankrabatt. Was die Bundesregierung zunächst ausgeschlossen hatte, wird nun doch wahr. Experten geben einen Überblick, was Autofahrer im nächsten Monat erwartet.
In wenigen Tagen ist es so weit: Ab dem 1. Oktober kommt der Tankrabatt in Deutschland zurück. Dabei stellt sich vielen Autofahrern die Frage, wie viel Geld sie am Ende tatsächlich einsparen können.
Tankrabatt kommt ab Oktober: Bundesregierung gibt den Weg frei
Der Bundestag und der Bundesrat haben einen erneuten dreimonatigen Tankrabatt beschlossen. Die befristete Steuersenkung tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2026. Damit reagiert die schwarz-rote Koalition unter Kanzler Friedrich Merz auf die massiv gestiegenen Kraftstoffpreise infolge des Nahost-Konflikts. Zusätzlich zum befristeten Tankrabatt plant die Bundesregierung ab dem 1. Januar einen staatlichen Spritpreisdeckel. Hierbei soll eine Behörde, gekoppelt an den Rohölpreis, maximal zulässige Verkaufspreise für Kraftstoffe festlegen. Dieses Instrument soll die Gewinnmargen der Ölkonzerne in Krisenzeiten begrenzen und extreme Preisausschläge verhindern.
Das kommt bei den Autofahrern tatsächlich vom Rabatt an
Wie viel Geld Autofahrer durch den dreimonatigen Tankrabatt tatsächlich sparen, hängt stark vom individuellen Verbrauch ab. Die Energiesteuer sinkt um 14,04 Cent. Da darauf auch keine Mehrwertsteuer mehr erhoben wird, liegt die Gesamtersparnis bei knapp 17 Cent pro Liter für Benzin und Diesel. Bei jedem vollen Tanken verbleiben bei einem 50-Liter-Tank beispielsweise rechnerisch rund 8,50 Euro mehr in der Geldbörse.
Wenigfahrer sparen über den gesamten Zeitraum rund 8 bis 30 Euro. Normal- und Pendler-Fahrer kommen auf eine Entlastung von etwa 35 bis 70 Euro. Vielfahrer und Spediteure können bis zu 125 Euro oder mehr einsparen. Besonders spürbar ist die Entlastung für Menschen im ländlichen Raum. Da dort der öffentliche Nahverkehr oft keine echte Alternative bietet und die Wege zur Arbeit länger sind, kommt die Subvention jenen zugute, die zwingend auf das Auto angewiesen sind. Und auch der Transportsektor und Handwerksbetriebe, die täglich mit Lieferfahrzeugen unterwegs sind, spüren die Entlastung deutlich.
(Quelle: Deutschlandfunk)














