
Für über 10 Millionen Autos in Deutschland könnte es bald eine wichtige Veränderung geben. Obwohl viele Fahrer sich diese gewünscht haben, gilt es auch, einige Kritikpunkte zu beachten.
Auf diese Maßnahme haben viele Autofahrer bereits gewartet. Sie soll bald Realität werden. Allerdings gibt es auch eine Herausforderung. Denn offenbar sorgt die Veränderung nicht überall für Begeisterung.
Mehr als 10 Millionen Autos sind betroffen
Für viele Menschen bedeutet ihr Autokennzeichen nicht einfach nur eine zufällige Aneinanderreihung von Ziffern und Abkürzungen. Im Gegenteil: Sie identifizieren sich mit dem Kürzel ihrer Stadt. Für so einige Fahrer war das allerdings lange Zeit einfach nicht möglich. Denn in den 1970er Jahren schaffte man viele Kfz-Ortskennungen wegen der sogenannten Gebietsreform schlichtweg ab. Das heißt, dass in der Bundesrepublik einige kreisfreie Städte in anderen Städten integriert worden sind.
Sie mussten seither auf ein eigenes Kennzeichnen verzichten. Seit 2012 ist es aber dank einer Reform möglich, dass Landkreise und kreisfreie Städte wieder ältere Autokennzeichen an Fahrer vergeben dürfen. Die „Kennzeichenliberalisierung Teil 1“ wurde von vielen mit offenen Armen empfangen. Wer genauer hinsieht, entdeckt im Straßenverkehr auch wieder Fahrzeuge mit solchen Kfz-Nummernschildern. Jetzt wird die „Kennzeichenliberalisierung Teil 2“ mit über 10 Millionen betroffenen Autos geplant.
Diese wesentlichen Kritikpunkte gibt es
Teil 2 sieht vor, dass Städte, die mindestens 20.000 Einwohner haben, ein eigenes und damit neues Kfz-Kennzeichen bekommen können. Davon wären über 300 Orte betroffen. Obwohl die Liberalisierung zunächst positiv erscheint, gibt es auch einige Kritikpunkte. Denn für viele Menschen stellen die bisherigen Kennzeichen seit der Gebietsreform eine wichtige Tradition dar. Eine Änderung könnte für Verwirrung sorgen.
Man solle zudem berücksichtigen, dass viele Kommunen komplexere und dringendere Probleme zu lösen hätten, wofür die Kapazitäten ohnehin fehlten, heißt es. Andererseits handle es sich bei der Kennzeichen-Maßnahme um ein Projekt, welches mit keinen größeren Kosten verbunden sei. Kleinere Städte und Gemeinden könnten also profitieren und ihren Einwohnern dazu verhelfen, sich ihrer Heimat noch verbundener zu fühlen. Vor- und Nachteile müssen demnach abgewogen werden.














