
Ein Maschinenbauer und Autozulieferer ist in der Krise und plant deshalb, 500 Stellen im Verwaltungssektor zu streichen. Dadurch will das Unternehmen auf lange Sicht jährlich rund 50 Millionen Euro sparen.
Dass die Wirtschaft seit geraumer Zeit in einer Krise steckt, ist hinlänglich bekannt und lässt sich nicht leugnen. Das bekommt nun auch ein deutscher Autozulieferer zu spüren. Deshalb greift er zu drastischen Maßnahmen.
Stellen werden gestrichen – es betrifft eine ganze Sparte
Besonders die Automobilbranche hat derzeit mächtig zu kämpfen. Immer wieder gibt es Schlagzeilen über Stellenabbau und Insolvenzanmeldungen. Während kleinere Handwerksunternehmen meist gleich dichtmachen können, haben größere Firmen oft noch eine Chance, indem sie Sparmaßnahmen ergreifen. In der Industrie findet also gerade ein Umbruch statt – vor allem auf finanzieller Ebene. Als Grund dafür führen viele die Zollpolitik der USA an. Diese verunsichere die Kundschaft.
Erst kürzlich gab die Firma Bosch bekannt, am Standort Reutlingen rund 1.000 Stellen streichen zu wollen. Und damit steht das Unternehmen leider nicht allein da. Auch der Maschinenbauer und Autozulieferer Dürr hat Einsparungen angekündigt, um das Unternehmen auf Kurs zu halten. Erst im Juni verkaufte Dürr die Mehrheit seiner Umwelttechniksparte. Außerdem wurden bereits die Fixkosten gesenkt. Weitere Maßnahmen sollen folgen. Diese betreffen ausgerechnet die Angestellten.
Maschinenbauer und Autozulieferer streicht 500 Stellen
Bis Ende 2026 will die Dürr AG den Verwaltungssektor minimieren. Das heißt: In den kommenden Monaten werden 500 Stellen abgebaut. Das Prozedere betreffe nicht nur den Standort Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg, in dem aktuell rund 2.300 Menschen arbeiten. Auch in anderen Dürr-Werken müssen die Mitarbeiter mit Kündigungen rechnen. Wobei diese nach Angaben der Geschäftsführung vermieden werden sollen. Stattdessen plane man Abfindungsprogramme oder Ähnliches.
Mit dem Stellenabbau will das Unternehmen die Verwaltung künftig effizienter gestalten und jährlich bis zu 50 Millionen Euro einsparen. In einer offiziellen Stellungnahme gab Dürr an, dass die Nachfrage im zweiten Quartal nicht den Erwartungen entsprach. Als möglichen Grund nannte man auch hier die Verunsicherung der Kunden durch die schwankende Konjunktur. Daher müsse das Unternehmen Prognosen für Aufträge anpassen. In diesem Fall wurde von 4,3 bis 4,7 Milliarden Euro auf 3,8 bis 4,1 Milliarden Euro heruntergeschraubt.














