Trotz Krise: Bundesland investiert 40 Millionen Euro in Radwege

Zu sehen ist eine reine Fahrradstraße in der City einer deutschen Innenstadt. Der rosa-rote Fahrradweg auf der Straße zeigt an, dass dies eine autofreie Zone ist. Zusätzlich sind rot-weiße Poller aufgestellt, damit kein Auto durchkommt.
Symbolbild © imago/ Jürgen Held

Die Deutschen sollen aufs Rad umsteigen und im besten Fall ihr Auto einfach stehen lassen. Dafür investiert ein Bundesland jetzt stattliche 40 Millionen Euro in seine Radwege. Währenddessen kämpfen tausende Mitarbeiter in der Automobilbranche um ihre Anstellung und Zukunft.

Ein Bundesland geht jetzt neue Wege und investiert Millionen, um die Radwege auszubauen. Insgesamt erstrecken sich die Investitionen auf 74 Projekte. Dabei sollen 40 Millionen Euro fließen. Für viele ist das unverständlich, da das Geld an allen Ecken und Enden fehlt.

Fast 40 Millionen fließen in die Radwege – Bürger bauen eigene Radwege

Nordrhein-Westfalen hat sein neues Radwege-Programm für dieses Jahr vorgestellt. Man höre und staune: Das Bundesland investiert fast 40 Millionen Euro. Konkret sind es 38,55 Millionen Euro. Der überwiegende Teil davon fließt in die bestehenden Radwege, die dringend erneuert werden müssen. Hinzu kommen neue Wege. Ein Beispiel ist das Projekt „Bürger-Radwege“. In diesem Zusammenhang sind es die Bürger selbst, die mit Unterstützung des Staates die Radwege instand halten und neue bauen. Doch auch das bleibt nicht kostenlos und verschlingt 4,5 Millionen Euro.

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Mobilitätswende: Bürger sollen umdenken und aufs Fahrrad umsteigen

Ein großes Problem in Deutschland ist die fehlende Infrastruktur für nachhaltige Fortbewegung. Dazu gehören nicht nur das löchrige Netz, sondern auch marode Radwege. Dagegen möchte das Bundesland Nordrhein-Westfalen jetzt vorgehen. Es geht um gezielte und gut durchdachte Investitionen, um noch mehr Menschen zum Fahrradfahren zu motivieren. Gerade die aktuell hohen Spritpreise zeigen, wie wichtig es ist, Alternativen zu überdenken.

Diese Entwicklung ist mittlerweile auch in der Automobilbranche angekommen. Hier verändert sich gerade eine gesamte Branche hin zur Elektromobilität. Gleichzeitig setzen ausländische E-Auto-Bauer die deutsche Autoindustrie unter Druck. Die Krise ist hausgemacht und wurde wohl schon seit Jahren verschleppt. Leidtragende sind jetzt die Angestellten in den betroffenen Werken. Es wird sie wohl auch nicht beruhigen, dass ein Bundesland jetzt so viel Geld in Radwege investiert.

(Quellen: NRW-Verkehrsministerium, Straßen.NRW)