
Der Gewinn ist eingebrochen. Für den Autobauer ist das kein Grund, bei diesem Bonus zu sparen: Porsche zahlt ein Rekord-Weihnachtsgeld an die Beschäftigten aus, während ein Konkurrent die jährliche Zahlung deutlich kürzt.
Es kriselt. Beim Weihnachtsgeld ist Porsche jedoch keineswegs knauserig. Obwohl das Unternehmen sparen muss, fällt die Sonderzahlung hoch aus.
Gute Nachrichten für die Belegschaft: Porsche zahlt Rekord-Weihnachtsgeld
Fünf Prozent weniger Umsatz, fast 19.000 weggefallene Stellen ‒ so sah das Jahr 2024 für die Autoindustrie laut EY-Analyse in Zahlen aus. Auch Porsche ist gefangen in der Branchenkrise, weshalb Arbeitnehmer um ihre Jobs bangen müssen. Der schwere Gewinneinbruch zeigt, wie kompliziert die Lage für den Autobauer ist: In den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 betrug der Rückgang fast 96 Prozent. Um die Kosten zu senken, fährt das Unternehmen einen strengen Sparkurs.
Bis 2029 will Porsche zahlreiche Arbeitsplätze in der Region Stuttgart abbauen. 1.900 Jobs fallen demnach weg. Herausforderungen bei der Elektromobilität, die Flaute bei den Bestellungen und der gestiegene Wettbewerbsdruck sind Gründe für die Krisenstimmung in der Automobilbranche. Umso überraschender ist die Nachricht für viele, dass Porsche sich beim Weihnachtsgeld nach wie vor großzügig zeigt. Zum Vergleich: Wer bei BMW arbeitet, bekommt 2025 und auch im Jahr darauf 20 Prozent weniger von der Sonderzahlung. Erst ab 2027 soll das Weihnachtsgeld beim Münchner Autohersteller wieder steigen.
Sonderzahlung: So viel Geld gibt es bei Porsche
Normalerweise soll die Porsche-Belegschaft 55 Prozent des regulären Monatsgehalts als Sonderzahlung erhalten. So sehen es die tariflichen Vereinbarungen vor. Allerdings erweitert der Arbeitgeber den Weihnachtsbonus auf freiwilliger Basis schon seit Jahren deutlich. Demnach dürfen sich die Mitarbeiter auch 2025 über eine Zuwendung in Höhe von bis zu 100 Prozent des üblichen Gehalts freuen.
Wie viel Geld tatsächlich auf dem Konto der Angestellten landet, hängt mit der Entgeltgruppe zusammen. Deshalb ist die Höhe der Summe nicht einheitlich. Gerade in Krisenzeiten setzt Porsche damit jedoch ein klares Signal. Obwohl die Herausforderungen groß sind und Mitarbeiter gehen müssen, will man nicht mit der Tradition der hohen Sonderzahlungen brechen. Ob der Hersteller aus Stuttgart die freiwillige Aufstockung auch in Zukunft noch leisten kann, dürfte sich in den nächsten Jahren zeigen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, kununu)














