Trotz Krise: VW startet neuen 160-Milliarden-Plan – „Expansion“

Das VW-Logo am Markenhochhaus der Konzernzentrale in Wolfsburg. Trotz der herrschenden Krise in der Automobil-Branche startet VW einen neuen 160-Milliarden-Plan.
Symbolbild © imago/Jochen Eckel

Trotz der herrschenden Krise in der Automobilbranche startet VW einen neuen 160-Milliarden-Plan und hat sogar vor, zu expandieren. Die Weichen für einen zukunftsfähigen Betrieb sollen gestellt werden.

Der große Autobauer VW hat bekannt gegeben, dass er einen neuen 160-Milliarden-Plan starten will. Trotz der derzeit auf dem Automobilmarkt herrschenden angespannten Stimmung redet der Autohersteller sogar von Expansion.

VW im Fokus: Konzernchef warnt immer wieder vor politischen Plänen

Eine große und immer wiederkehrende Stimme ist der Konzernchef von VW, Oliver Blume, im Zusammenhang mit der Zukunft der deutschen und europäischen Automobilbauer sowie seiner Haltung gegenüber der Haltung von Bundeskanzler Merz, wenn es um das Verbrenner-Verbot geht. Blume hatte immer wieder gewarnt, dass ein Bestehen auf dem Verbot einen riesigen Einbruch der Jobs in einer der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft nach sich zieht. Auch wenn er bald nicht mehr Chef sein wird, hat er dennoch die Pläne für die nächsten Jahre bekanntgegeben.

Neuer 160-Milliarden-Plan – VW spricht sogar von Expansion

Wer als Otto Normalverbraucher von einem 160-Milliarden-Plan hört, den VW bis 2030 in die Wege leiten und umsetzen will, dürfte dabei nicht gerade an einen Sparkurs denken. Schon gar nicht, wenn VW über ein Werk in den USA nachdenkt. Hier käme es jedoch laut Konzern auf die Weichenstellung des amerikanischen Staates an, wobei sich in diesem Fall noch nichts ergeben habe.

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Dennoch stellen die 160 Milliarden bis 2030 tatsächlich eine Einsparung dar. Zunächst wollte man nämlich von 2025 bis 2029 165 Milliarden ins Unternehmen investieren. Zuvor sollten von 2024 bis 2028 rund 180 Milliarden Euro an Investitionen fließen. Das Hauptproblem sieht VW in der Konkurrenz aus Fernost und den starren Regelungen in Deutschland. Deshalb müsse man den Schwerpunkt auf die Infrastruktur, die Produktionsstätten und die Produkte sowie auf die Technologien legen. Nur so könne VW vor der steigenden Konkurrenz auch in Zukunft bestehen. Die Investitionen werden jährlich entsprechend der Beobachtungen und der vorangegangenen Zahlen angepasst.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)