TÜV schlägt Alarm: Deutsche Autos fallen reihenweise durch

Ein deutsches Nummernschild von einem Auto aus der Nähe. Eine Hand ist dabei, die Plakette vom TÜV mit einem kleinen Werkzeug zu entfernen. Die alte Plakette wird nach der HU (Hauptuntersuchung) vom Überwachungs-Verein entfernt. In Deutschland fallen immer mehr Autos durch, weshalb der TÜV Alarm schlägt.
Symbolbild © imago/Herrmann Agenturfotografie

Jetzt schlägt der TÜV Alarm! Denn immer mehr Autos in Deutschland fallen durch die Hauptuntersuchung. Die Gründe sind dabei überraschend und betreffen besonders eine beliebte Fahrzeugmarke.

Die neuen Zahlen lassen aufhorchen. Die Mängelquoten bei Autos in Deutschland steigen kontinuierlich an, weshalb der TÜV jetzt sogar Alarm schlägt. Besonders ein Hersteller fällt negativ auf.

Überraschende Verlierer: Diese Marke hat die höchste Durchfallquote

Die Durchfallquote steigt zum vierten Mal in Folge und erreicht einen neuen besorgniserregenden Höchststand. Aktuell fährt mehr als jedes fünfte Auto mit erheblichen Mängeln durch die Gegend. Die aktuellen Zahlen führen dazu, dass der TÜV Alarm schlägt. Immer mehr Fahrzeuge weisen so gravierende Probleme auf, dass sie nicht einfach so weiterfahren dürfen. Noch vor vier Jahren war die Situation deutlich besser. Besonders dramatisch: Tausende Autos wurden sogar als so gefährlich eingestuft, dass sie sofort stillgelegt werden mussten.

Der TÜV sieht einen klaren Grund für die bedenkliche Entwicklung: Unsere Autos werden immer älter. Mit dem Alter steigt auch die Mängelquote deutlich an. Während bei jungen Autos nur wenige durchfallen, sind es bei älteren Fahrzeugen schon über dreißig Prozent. Viele Autobesitzer investieren bei älteren Wagen offenbar weniger in Wartung und Reparaturen. Es gibt aber auch positive Nachrichten. Der Mazda2 schneidet mit Abstand am besten ab. Auch der Fiat 500e und der BMW 1er gehören zu den Spitzenreitern. In der Mittelklasse überzeugt die Mercedes C-Klasse, bei den SUVs der VW T-Roc.

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Das große Rätsel: Warum immer mehr junge Autos durch den TÜV fallen

Besonders überraschend: Die Elektroauto-Marke Tesla schneidet extrem schlecht ab. Der TÜV schlägt Alarm, besonders bei zwei Modellen des Herstellers – sie weisen die schlechtesten Werte seit einem Jahrzehnt auf. Der technische Überprüfungsverein erklärt dies mit typischen E-Auto-Problemen: Die schweren Batterien belasten die Achsen und die Bremsen nutzen sich anders ab, weil Elektroautos viel mit Rückgewinnung der Energie bremsen. Insgesamt haben Elektroautos ähnliche Probleme wie Benziner und Diesel. Allerdings zeigen sich bei ihnen besondere Schwachstellen an Bremsen und Achsen.

Die gesamte Entwicklung ist alarmierend: Während vor wenigen Jahren noch die meisten Autos ohne Mängel durch den TÜV kamen, sind es heute deutlich weniger. Der Trend geht eindeutig in die falsche Richtung.

(Quellen: ADAC, TÜV Deutschland, dpa)