Über zwei Euro: Spritpreise steigen weiter extrem in Deutschland

Im Vordergrund befinden sich zwei 500-Euro-Scheine. Im Hintergrund ist eine Anzeigentafel für Spritpreise zu sehen. Bei Diesel, E10, Super und Super Plus steht die Aufschrift "teuer".
Symbolbild © istockphoto/Stadtratte

Jetzt kostet das Tanken bereits über zwei Euro! Die Spritpreise in Deutschland steigen derzeit drastisch in die Höhe. Und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Autofahrer müssen sich derzeit auf Spritpreise von über zwei Euro einstellen. Denn die Preise steigen immer weiter an. Viele Menschen können sich das kaum noch leisten.

Jetzt wird das Tanken noch teurer

Über zwei Euro zahlt man nun teilweise bereits für Diesel als auch für Super E10. Für Millionen von Autofahrern bedeutet das: Tanken wird immer teurer. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass der Dieselpreis erstmals im bundesweiten Durchschnitt über zwei Euro liegt. Kurz darauf folgte auch Super E10, welches normalerweise die günstigste gängige Benzinsorte ist. Damit erreicht der Kraftstoffpreis ein Niveau, das viele Menschen zuletzt aus großen Energiekrisen kennen. Der Preisanstieg kommt für viele zudem überraschend schnell. Noch Anfang des Jahres lagen die durchschnittlichen Preise deutlich niedriger. Dass sie nun über zwei Euro liegen, ist darum fast unglaublich.

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Als wichtigste Ursache gilt die aktuelle geopolitische Lage im Nahen Osten. Besonders problematisch ist die Situation rund um die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt. Durch diese Meerenge wird normalerweise etwa ein Fünftel des globalen Ölhandels transportiert. Wenn dort Lieferungen ausfallen oder eingeschränkt sind, hat das direkte Auswirkungen auf den Ölpreis. Und nicht nur das Tanken kostet inzwischen über zwei Euro. Auch Heizöl wird bereits deutlich teurer.

Viele Menschen können sich das nicht mehr leisten

Die Politik beobachtet die Entwicklung derzeit genau. Einige Politiker fordern bereits Maßnahmen gegen mögliche Preistreiberei. So diskutiert man, ob Mineralölkonzerne die Situation ausnutzen und Preise schneller erhöhen, als es durch den Rohölmarkt gerechtfertigt ist. Deshalb will man die Preisentwicklung genauer prüfen.

Gleichzeitig spricht man über mögliche Entlastungen für Autofahrer. Eine Option wäre eine zeitweise Senkung von Steuern oder Abgaben auf Kraftstoffe. So könnten die Spritpreise möglicherweise wieder unter zwei Euro sinken.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)