Urlaubsfahrt: Verbrenner zahlen drauf – E-Autos laden günstiger

Eine mehrspurige Autobahn, die sich durch eine grüne, ländliche Landschaft mit Feldern, Wiesen und Bäumen schlängelt. Mehrere Autos und Lastwagen fahren in beide Richtungen. Teils herrscht dichter Verkehr auf der linken Seite.
Symbolbild © imago/MiS

Bald beginnt sie wieder, die große Ferien- und Reisezeit der Deutschen. Doch die Kosten für eine Urlaubsfahrt variieren teilweise stark, je nachdem ob man Verbrenner oder E-Autos dafür nutzt. Wer sich auskennt, spart Zeit, Nerven und bares Geld.

Die Reisekosten entwickeln sich in der Bundesrepublik wie in ganz Europa überraschend unterschiedlich. Wer gut plant, kann auf der Urlaubsfahrt viel Geld sparen, denn Verbrenner zahlen teils drauf, während E-Autos günstiger laden und vorankommen.

Vor der Abfahrt entscheidet sich oft mehr als unterwegs

Für viele beginnt der Urlaub mit einer langen Autofahrt. Dabei kreisen die Gedanken meist um Staus, volle Rastplätze oder steigende Kraftstoffpreise. Gleichzeitig hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass Elektroautos auf langen Strecken deutlich umständlicher seien als Benziner oder Diesel. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeichnet jedoch ein anderes Bild. Das Ladenetz in Europa wächst kontinuierlich und moderne Navigationssysteme planen Ladestopps inzwischen automatisch entlang der Route. Laut einer aktuellen ADAC-Umfrage sind es vor allem Autofahrer ohne E-Auto-Erfahrung, die sich wegen der Reichweite sorgen. Fahrer von Elektroautos nennen dagegen häufiger defekte Ladesäulen oder unübersichtliche Tarife als größte Herausforderung.

Ein wichtiger Verbrauchertipp: Wer vor der Abreise Tank- oder Ladekosten vergleicht, kann je nach Strecke spürbar sparen. Gerade bei Elektroautos unterscheiden sich die Preise je nach Anbieter deutlich. Auch ein kurzer Blick auf die Auslastung von Ladepunkten oder Tankstellen entlang der Route kann unnötige Wartezeiten vermeiden.

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E-Auto oder Verbrenner: Bei der Urlaubsfahrt zeigt sich ein neuer Trend

Zur Ferienzeit steigen die Kraftstoffpreise an vielen Autobahntankstellen regelmäßig an. Gleichzeitig gehen einige Betreiber öffentlicher Ladesäulen den umgekehrten Weg. EnBW hat beispielsweise seine Preise an eigenen Ladepunkten im Sommer 2026 zeitweise um fünf Cent je Kilowattstunde gesenkt. Auch die Reichweitenangst verliert zunehmend an Bedeutung. Nach der ADAC-Befragung betrachten 71 Prozent der Verbrennerfahrer die Reichweite als größtes Hindernis für Urlaubsfahrten mit einem E-Auto.

Unter den tatsächlichen E-Auto-Fahrern teilen diese Sorge dagegen nur fünf Prozent. Stattdessen wünschen sie sich vor allem einfachere Tarife und eine noch zuverlässigere Ladeinfrastruktur. Der europaweite Ausbau der Ladepunkte trägt zusätzlich dazu bei, dass beliebte Reiseländer heute deutlich besser versorgt sind als noch vor wenigen Jahren. Wer seine Route vorbereitet und Preise vergleicht, kann deshalb nicht nur entspannter, sondern oft auch günstiger ans Ziel kommen.

(Quellen: EFAHRER.com (Kommentar), ADAC, Ayvens Mobility Guide, EnBW, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)