Verbrenner-Aus Wende: Deutschland und weitere Länder mit Widerstand

Ladestation für Elektroautos
Symbolbild

Ab 2035 soll es keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr geben. Zumindest war das der Plan. Doch nun steht das Vorhaben auf der Kippe.

Das Aus für die Verbrenner galt als beschlossen. Doch jetzt gibt es in der Bundesregierung Uneinigkeit. Auch andere Länder begegnen dem Vorhaben mit Widerstand. Wird der Verbrenner doch nicht von den Straßen verbannt?

Verbrenner-Aus ab 2035 galt so gut wie beschlossen

Die EU-Kommission hat diese Maßnahme für den Klimaschutz gefordert. Noch jetzt gibt es innerhalb der Autobranche Uneinigkeit.

Der Autobauer Mercedes-Benz begrüßt die Entscheidung zum Verbrenner-Aus. Autozulieferer wie die ZF Friedrichshafen stehen dem Votum kritisch gegenüber.

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Am Dienstag, 28. Juni, soll die finale Entscheidung fallen. Doch nicht nur die Bundesrepublik, sondern auch andere EU-Staaten zweifeln an dem Vorhaben.

Die Fronten sind verhärtet

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Linder lehnt das Verbrenner-Verbot ab 2035 ab. Das bekräftigte er erst kürzlich nochmal. Die Bundesumweltministerin Steffi Lemke von den Grünen wirbt vor Technologieoffenheit. Sie will dem Vorhaben in Brüssel zustimmen.

Die Diskrepanzen zwischen den Parteien sind groß. Deswegen trat Deutschland bei der abschließenden Betraten für den EU-Ministerrat ohne eigene Meinung auf.  Enthält die Bundesregierung sich auch bei dem finalen Votum, kommt dies einer Ablehnung des Verbrenner-Verbots gleich.

Das Votum der FDP hatte auch Auswirkungen auf die anderen Mitgliedstaaten der EU. Die Staaten Italien, Bulgarien, Rumänien, Portugal um Slowakei fordern zumindest, das Verbrenner-Aus auf 2040 zu verschieben.

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Die fünf Mitgliedstaaten der EU verlangen konkret, dass auch synthetische Kraftstoffe wie de E-Fuels beim Erreichen der Klimaziele angerechnet werden.

Bislang galt das Verbrenner-Aus für alle Verbrennungsmotoren. Unabhängig des Antriebsstoffes.

Enthält Deutschland sich, könnte die benötigte Mehrheit scheitern

Eine Enthaltung wird als Gegenstimme gewertet. Durch die Forderung der 5 genannten Staaten und eine Enthaltung Deutschlands, kann das ganze Projekt auf der Kippe stehen.

Eventuell nehmen auch einige Länder Deutschland zum Vorbild und enthalten sich ebenfalls. Somit bleibt uns der Verbrenner vielleicht doch noch länger als bis 2035 erhalten.