Verbrenner wieder im Vorteil: E-Autos kosten deutlich mehr

In einer Nahaufnahme sieht man den glänzenden Auspuff eines Autos. Die Auspuffanlage ist gut gepflegt und gehört zu einem leistungsstarken, gut gewarteten Fahrzeug, vermutlich einem Sportwagen.
Symbolbild © imago/Sven Simon

Es ist ein ständiges Auf und Ab im Automobilsektor: Tatsächlich sind Verbrenner derzeit gegenüber E-Autos wieder im Vorteil, denn Letztere kosten nach wie vor deutlich mehr. Immer mehr Menschen kaufen deshalb weiterhin Verbrenner.

Im letzten Jahr sah es noch anders aus, doch das Bild bleibt bestehen. So kosten E-Autos nach wie vor deutlich mehr als Verbrenner. Die Kunden entscheiden sich deshalb immer wieder gegen E-Mobilität.

Kostenfaktor immer noch ein Hauptargument: Deutsche schauen vermehrt auf den Preis

Das Hauptargument gegen ein E-Auto lag bei den meisten Deutschen bislang beim Preis. Dies ist kein Wunder, denn die Wirtchaftskrise und die Kürzungsvorschläge der Bundesregierung sorgen für Unsicherheit bei den Menschen. Ein E-Auto muss man sich eben auch leisten können. Im Dezember letzten Jahres rückten die Preise zwischen einem neuen Verbrenner und einem neuen E-Auto deutlich näher aneinander. Je nach Hersteller und Modell betrug der Preisunterschied nur noch 1.300 Euro. Seit diesem Jahr subventioniert der deutsche Staat zudem den Kauf eines E-Autos. Je nach Jahreseinkommen und Anzahl der Kinder können so bis zu 6.000 Euro staatliche Förderung herausspringen. Dies scheint jedoch nicht Anreiz genug zu sein.

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Verbrenner im Vorteil: E-Autos kosten wieder mehr – trotz staatlicher Prämie

Eine Auswertung hat nun ergeben, dass Verbrenner trotz der staatlichen Prämie für E-Autos nach wie vor deutlich günstiger als Elektrofahrzeuge sind. Dies liegt unter anderem daran, dass die Autohändler den Preisnachlass bei Verbrennern höher gestalten als bei E-Autos. So gaben sie beim Kauf eines Verbrenners durchschnittlich 18,5 Prozent Preisnachlass. Bei E-Modellen dagegen sank das Entgegenkommen der Händler von 19,5 auf 17,8 Prozent des Listenpreises. Dies macht einen Preisunterschied von 1.997 Euro aus.

Experten sehen die staatliche Prämie von bis zu 6.000 Euro als nicht zielführend an. So würden hauptsächlich Hersteller aus Fernost von dieser Förderung profitieren. Sie überschwemmen den deutschen Markt mit billigen E-Autos. Da diese günstiger sind als die Modelle namhafter Hersteller wie Audi, BMW oder Mercedes, hätten die Großkonzerne und ihre Angestellten hierzulande nichts davon. Zudem seien Fachleuten zufolge die finanziellen Mittel noch mit diesem Monat bereits für das ganze Jahr aufgebraucht. Damit erreicht die E-Auto-Prämie wohl eher das Gegenteil von dem, was man mit ihr bezwecken wollte.

(Quellen: ADAC, DAT Deutsche Automobil Treuhand, Kraftfahrt-Bundesamt)