Verlieren drastisch: Diese E-Autos erleben massiven Wertabfall

Im Vordergrund, vor einer modernen Ladesäule für E-Autos, hält jemand eine beträchtliche Anzahl von Geldscheinen in seiner Hand. Das Laden von Elektroautos an Ladestationen wird immer teurer.
Symbolbild © imago/MiS

Im Gegensatz zu Verbrennern erleben E-Autos einen massiven Wertabfall und das schon nach einigen Jahren. Experten untersuchten die Gründe, wieso ein Elektroauto bereits nach wenigen Jahren massiv an Wert verliert.

Wer sein gebrauchtes E-Auto verkaufen will, muss mit erheblichen Verlusten rechnen. Denn E-Autos erleben bereits nach wenigen Jahren einen drastischen Wertabfall. Dies beweist nun eine Studie einmal mehr.

Kaum ein Markt für gebrauchte E-Fahrzeuge: Verkäufer bleiben auf ihren Fahrzeugen sitzen

E-Autos liegen auch heute noch preislich deutlich über dem Preis eines neuen Verbrenners. Auch wenn die Umweltbilanz für letzteren nicht gut aussieht und die Spritpreise ihr Übriges zu immer mehr Negativ-Schlagzeilen für Benziner und Diesel-Fahrzeuge beitragen, können sich nicht alle Bürger hierzulande ein E-Fahrzeug leisten. Dies war und ist auch bei Verbrennern der Fall. Gebrauchte Fahrzeuge kann man jedoch gut verkaufen. Selbst zwanzig Jahre alte Verbrenner gehen immer noch für mehrere Tausend Euro auf einen neuen Besitzer über. Bei E-Fahrzeugen gestaltet sich die Lage jedoch anders. Gebrauchte E-Autos will kaum jemand haben. Und wenn, dann fallen die Preise drastisch nach unten.

E-Autos erleben massiven Wertabfall: Studie zeigt drastischen Verlust auf

Bereits nach fünf Jahren verlieren E-Autos über 50 Prozent ihres Wertes. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher nach einer Studie in den USA. Dabei verloren unterschiedliche Modelle verschieden an Wert. Auf Platz Eins mit dem größten Wertverlust steht der Nissan Leaf. Nach fünf Jahren war er bereits 63,1 Prozent weniger wert. Platz Drei und Vier belegen der VW ID.4 und das Tesla Model S mit 62,1 und 62,0 Prozent. Auf dem sechsten Platz landet die BMW 7er-Reihe mit einem Wertverlust von 61,6 Prozent. Experten weisen jedoch daraufhin, dass diese Werte in den USA gelten, zu deren Grundlage man sich mehr als 950.000 Gebrauchtwagen heranzog, die fünf Jahre alt waren.

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Auf Deutschland kann man diese Zahlen nicht übertragen, so Fachleute. Denn beide Länder hätten unterschiedliche Methoden. Dennoch weist der Trend auch in Deutschland in diese Richtung. Hier haben sich Forscher 30.000 Inserate von gebrauchten E-Fahrzeugen angesehen. Sie haben festgestellt, dass auch hierzulande nach fünf Jahren die gebrauchten E-Autos nur noch 40 bis 45 Prozent ihres Listenpreises einbringen. Dadurch kann man sie beim Händler deutlich günstiger kaufen. Allerdings raten Experten zu einem speziellen Batterie-Zertifikat, damit man nicht losfährt und nach einigen Kilometern die Batterie schon versagt.

(Quellen: iSeeCars, IAA Mobility, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)