
Autofahren ist längst nicht mehr so günstig, wie es einst war. Aufgrund der Spritpreise fährt inzwischen laut einer Umfrage jeder Dritte weniger Auto. Außerdem verraten die Zahlen noch etwas anderes.
Das Tanken belastet immer mehr Haushalte. Eine neue Umfrage zeigt, wie stark sich das Verhalten vieler Autofahrer verändert hat. Demnach fahren viele Deutsche bewusst weniger Auto, um die hohen Spritpreise zu vermeiden.
Hinter den Kulissen verändert sich längst mehr als nur der Preis an der Zapfsäule
Wer regelmäßig tankt, kennt das Gefühl: Schon wenige Cent Unterschied pro Liter können sich am Monatsende deutlich bemerkbar machen. Gerade Pendler und Familien beobachten die Preistafeln an Tankstellen deshalb genauer als noch vor einigen Jahren. Dabei geht es längst nicht nur um einzelne Preissprünge. Experten weisen darauf hin, dass Mobilitätskosten inzwischen einen deutlich größeren Anteil vieler Haushaltsbudgets ausmachen. Gleichzeitig steigen auch Ausgaben für Wohnen, Strom und Lebensmittel. Die Summe aller Kosten verändert das Konsumverhalten vieler Menschen spürbar.
Verbraucher können jedoch zumindest teilweise gegensteuern. Nach Angaben von Automobilclubs liegen die günstigsten Tankzeiten häufig zwischen 18 und 22 Uhr. Zudem lassen sich mit Preisvergleichs-Apps und dem Vermeiden von Autobahntankstellen oft mehrere Euro pro Tankfüllung sparen. Auch ein korrekter Reifendruck senkt den Verbrauch und spart Kraftstoff.
Hohe Spritpreise sorgen für überraschenden Wandel bei Millionen Autofahrern
Eine aktuelle Befragung macht deutlich, dass die steigenden Kraftstoffkosten inzwischen direkte Folgen für den Alltag vieler Menschen haben. Fast jeder dritte Autofahrer gibt an, das Auto aufgrund der hohen Spritpreise häufiger stehen zu lassen. Besonders auffällig fällt dieser Wert bei jüngeren Menschen aus. Gleichzeitig berichten viele Haushalte von sinkenden finanziellen Spielräumen. Nach Abzug fester Kosten bleibt bei zahlreichen Befragten weniger Geld übrig als noch vor einem Jahr. Für viele gelten die Spritpreise inzwischen als einer der sichtbarsten Inflationstreiber im Alltag.
Hinzu kommt eine weitere Entwicklung: Die derzeitige steuerliche Entlastung auf Benzin und Diesel endet bereits Ende Juni. Damit fällt der sogenannte Tankrabatt weg, der die Preise seit Mai um rund 17 Cent pro Liter reduziert hat. Branchenkenner rechnen deshalb mit einem erneuten Preisanstieg an den Zapfsäulen. Für viele Autofahrer dürfte das Thema damit in den kommenden Wochen noch wichtiger werden.
(Quellen: dpa, Teambank, YouGov)














