
Dies dürfte so manchem Autofahrer nicht gefallen: Neue Scan-Autos kontrollieren nun 1.000 Fahrzeuge pro Stunde und finden so schneller Verkehrssünder. Was die einen stört, sichert jedoch den Verkehr für alle.
Eine ganz neue Technik soll jetzt schneller Verkehrssündern auf die Spur kommen. Dazu nutzt man Scan-Autos, die stolze 1.000 Fahrzeuge pro Stunde kontrollieren können. Das Ausmaß ist enorm und löst eine wahre Kontroll-Welle aus.
Gerade in Großstädten ein großes Problem – Unangenehme und gefährliche Situationen im Straßenverkehr
Wer in einer Großstadt wohnt und einen Führerschein besitzt, wird das Problem kennen. Der Verkehrsfluss ist chaotisch und die Parksituation eine Katastrophe. Selbst die Anwohner finden kaum vor der eigenen Haustür einen entsprechenden Stellplatz für ihre PKW. Die Folge ist meist, dass die Autofahrer tun und lassen, was sie wollen. Es wird beispielsweise geparkt, wo gerade etwas frei ist. Oder, wo sich eben gerade so in die Parklücke hineinquetschen kann. Ein solch rücksichtsloses Verhalten führt jedoch zu unangenehmen und im schlimmsten Fall sogar sehr gefährlichen Situationen. Wer beispielsweise falsch parkt und dabei eine Feuerwehrzufahrt versperrt, kann im Notfall ein Menschenleben auf dem Gewissen haben. Zwar gibt es Politessen, die an besonders stark besuchten Plätzen die Parkscheine der Fahrzeuge kontrollieren. Doch dies kostet jede Menge Zeit, da sie die Strecke zu Fuß zurücklegen müssen. Doch nun naht eine effektive Lösung.
Neue Scan-Autos kontrollieren effizient und schnell – Autofahrer sind besorgt
Was in anderen Ländern schon längst im Einsatz ist, hat inzwischen auch den Weg nach Deutschland gefunden: Die Scan-Autos. Diese haben eine Kamera auf dem Dach installiert und scannen die Nummernschilder der Fahrzeuge, an denen sie vorbeifahren. Mithilfe einer Datenbank werden dann die entsprechenden Datensätze abgeglichen. Dies funktioniert jedoch nur dort, wo die Parkscheine digital erfasst und das entsprechende Kennzeichen eingegeben wurde. Auch Sondergenehmigungen wie zum Beispiel aufgrund eines Anwohner- oder Behinderten-Parkplatzes müssen digital erfasst sein.
Im Einsatz sind die Scan-Autos bislang in Stuttgart im Bereich der Universität Hohenheim. Da diese Fahrzeuge 1.000 Autos pro Stunde kontrollieren können und im Vergleich dazu eine Politesse nur ungefähr 50 Autos schafft, interessieren sich inzwischen auch andere Städte in Baden-Württemberg für die Scan-Autos. Zum Beispiel haben sich Freiburg und Mannheim inzwischen für ein Pilotprojekt angemeldet. Andere Städte wie Heilbronn und Heidelberg prüfen den Einsatz solcher Fahrzeuge noch. Tübingen und Ulm warten zunächst noch auf Erfahrungsberichte aus anderen Städten.














