
Die Rangelei um das Verbrenner-Aus geht in die nächste Runde. Ein neuer EU-Plan könnte Verbrenner künftig für viele Menschen noch teurer machen. Dabei geht es vor allem um Dienstfahrzeuge.
Schon seit geraumer Zeit verfolgt die Politik das Ziel den CO₂-Ausstoß zu reduzieren – für Klima, Umwelt und Mensch. Millionen Bürger könnte das jedoch bald teuer zu stehen kommen.
Verbrenner sind teurer als E-Autos
Trotz permanenter Aufrufe zur Emissionsverringerung können und wollen viele Deutsche einfach nicht auf ihr Auto verzichten. Doch ist den meisten wahrscheinlich nicht bewusst, wie hoch die Kosten auf das ganze Leben gerechnet sind. In der Anschaffung macht es inzwischen kaum einen Unterschied mehr, ob man auf Verbrenner oder Elektromotor geht. Doch in der Haltung zeichnen Vergleichsstudien ein anderes Bild. Im Durchschnitt geben Autofahrer im Laufe ihres Lebens fast eine halbe Million Euro für ihr Fahrzeug aus. Im Jahr wären das 9.000 Euro. Das entspricht den Kosten eines Einfamilienhauses. Während der Anschaffungspreis die höchste Ausgabe ist, kommt gleich dahinter der Kraftstoff. Hier schlagen die Ausgaben mit durchschnittlich 85.600 Euro zu Buche. Auch Versicherungen, Werkstattkosten und Steuern zählen zum Gesamtbetrag, der für zahlreiche Autobesitzer weiter nach oben geht.
EU-Plan sieht vor: Verbrenner sollen künftig noch teurer sein
Im Europäischen Parlament gibt es derzeit Ambitionen, steuerliche Begünstigung für Firmenwagen abzuschaffen. Das gilt insbesondere für Verbrenner. Außerdem soll es in Zukunft Vorschriften geben, die besagen, wie groß der Anteil an E-Autos innerhalb einer Firma sein muss. Insgesamt sollen die Dienstwagen ab dann bestimmte, europäische Kriterien erfüllen. Die Neuerungen sollen 2028 in Kraft treten. Noch debattiert das EU-Parlament über den Vorschlag.
Für die gesamte Automobilindustrie könnte dies ein weiterer Schlag in die Magengrube sein. Den ersten kritischen Stimmen zufolge sei dieser Gesetzesentwurf völlig realitätsfern. Für Deutschland wäre es ebenfalls eine bittere Pille. Laut Kraftfahrt-Bundesamt sind etwa ein Drittel der Neuzulassungen gewerblicher Art. 2025 habe es über 1,9 Millionen neu zugelassene Firmenautos gegeben. Lediglich 915.000 waren demnach rein privater Natur.
(Quellen: EU-Kommission, Steuerpläne, Automobilbranche, dpa)














