
Damit hätten wohl nur die wenigsten Autofahrer gerechnet. Ein neuer Öko-Supersprit kommt für Autos, und damit lässt sich tatsächlich der ach so verhasste und problematische CO2-Ausstoß verringern.
En neuer Kraftstoff mischt gerade die Auto-Szene auf. Der CO2-Ausstoß soll mit dem neuen Öko-Supersprit geringer ausfallen und kann Autofahrer bares Geld sparen. Eine echte Alternative für Millionen Bürger ist scheinbar auf dem besten Weg.
Neue Mischung an der Zapfsäule sorgt für Aufsehen
In Mannheim läuft ein spannendes Pilotprojekt: An einer Tankstelle testen Forscher und Unternehmen gemeinsam den neuen Treibstoff E20. Dieser „Öko-Supersprit“ enthält 20 Prozent Bioethanol – doppelt so viel wie der gängige E10 – und basiert auf Rohstoffen wie Zuckerrüben und Getreide. Entwickelt wurde er von Südzucker und dem Ethanol-Spezialisten CropEnergies. Ziel des Projekts ist es, die Alltagstauglichkeit von E20 zu untersuchen – sowohl technisch als auch ökologisch. Die ersten Ergebnisse machen Hoffnung: Unter optimalen Bedingungen lassen sich mit E20 laut Berechnungen bis zu 40 Prozent der CO₂-Emissionen gegenüber herkömmlichem Benzin einsparen. Zusätzlich könnten andere Biokomponenten wie Bio-Naphtha das Einsparpotenzial sogar noch erhöhen.
Für Autofahrer kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Wenn der CO₂-Preis wie geplant steigt, könnten Kraftstoffe mit hohem Bioanteil langfristig günstiger bleiben. Gerade in ländlichen Regionen oder für Vielpendler könnte E20 eine bezahlbare Alternative zu Strom oder Wasserstoff sein. Anders als bei alternativen Antrieben braucht es keine neue Infrastruktur – bestehende Zapfanlagen lassen sich ohne großen Aufwand anpassen. So würde E20 nicht nur umweltschonender, sondern auch praktikabel. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Nicht alle Fahrzeuge vertragen den höheren Ethanolanteil.
Öko-Supersprit und geringerer CO2-Ausstoß – aber nicht für jeden geeignet
Immer mehr Autohersteller prüfen derzeit, ob ihre Modelle für E20 geeignet sind. BMW hat bereits grünes Licht für bestimmte Fahrzeugreihen gegeben. Auch bei VW und Audi laufen Tests, die sogar Rückfreigaben bis Baujahr 2015 ermöglichen könnten. Branchenexperten gehen davon aus, dass knapp die Hälfte aller Benziner in Deutschland ohne Umbauten E20 vertragen könnten. Bevor der neue Kraftstoff flächendeckend an die Zapfsäulen kommt, muss jedoch die bestehende Kraftstoffnorm angepasst werden.
Diese erlaubt aktuell nur einen Ethanolanteil von maximal zehn Prozent. Einige politische Vertreter sprechen sich deshalb inzwischen offen für eine zügige Neuregelung aus – besonders mit Blick auf die Übergangsphase, in der Elektromobilität noch nicht flächendeckend umsetzbar ist. Der Schlüssel zum Erfolg liegt aber auch in der Akzeptanz der Autofahrer.














