Ausland: Gegenstandsverbot gilt für deutsche Touristen in Autos

Ein Mann lädt gerade einen großen, schwer wirkenden schwarzen Koffer in den Kofferraum seines Autos ein. Die Tür zum Kofferraum steht offen und der Mann versucht alleine das Gepäckstück, wahrscheinlich für einen Urlaub, ins Auto zu hieven.
Symbolbild © istockphoto/KatarzynaBialasiewicz

In den folgenden Ländern gilt ein Gegenstandsverbot für Autos, das deutsche Touristen oft überrascht. Denn bei uns ist es überhaupt kein Problem, dieses Objekt mit sich zu führen.

Was seine Autofahrer anbelangt, ist Deutschland relativ kulant. Anders im Ausland: In vielen Ländern gilt für Autos ein strenges Gegenstandsverbot, das hier so nicht existiert.

Deshalb geraten deutsche Autofahrer im Urlaub schnell ins Visier der Kontrolle

Viele Deutsche packen für den Urlaub gerne einen kleinen Reservekanister Benzin ins Auto – beruhigend, falls man einmal liegenbleibt. Was in Deutschland problemlos erlaubt ist, kann im Ausland jedoch schnell teuer werden. Wer die Regeln nicht kennt, riskiert Bußgelder, und auf manchen Fähren ist das Mitführen von Kraftstoff sogar komplett verboten. Hierzulande darf jeder Autofahrer bis zu 60 Liter pro Kanister mitführen, maximal 240 Liter pro Fahrzeug. Wichtig: Nur Kanister mit UN- oder RKK-Zulassung gelten als sicher für den Transport. Der ADAC rät jedoch, nicht mehr als rund zehn Liter für den Notfall mitzunehmen. Ein kleiner Kanister reicht im Ernstfall und verringert die Gefahr durch austretende Dämpfe.

Besonders streng ist die Lage jedoch in Italien: Benzin im Reservekanister ist grundsätzlich verboten, Diesel nur bis zehn Liter in zugelassenen Behältern erlaubt. Wer dagegen verstößt, muss mit Bußgeldern zwischen 50 und 100 Euro rechnen. Ähnliche Vorschriften gelten auch in Griechenland, Kroatien, Luxemburg und Rumänien. Deutsche Urlauber sollten die Öffnungszeiten der Tankstellen beachten: Tagsüber sind sie oft von 12:30 bis 15:30 Uhr geschlossen, an Sonntagen eingeschränkt offen. Nur Autobahntankstellen haben in der Regel rund um die Uhr geöffnet. Doch auch in anderen Ländern gilt das Gegenstandsverbot für Autos. In Frankreich, Spanien oder Österreich dürfen Autofahrer nur bis zu zehn Liter Benzin oder Diesel transportieren, in der Schweiz und Liechtenstein immerhin 25 Liter. Die Kanister müssen jedoch stets zugelassen, dicht und gut gesichert im Kofferraum verstaut sein.

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Man kann die unangenehme Reiseüberraschung vermeiden

Auf Fährverbindungen nach Großbritannien, Irland, Island oder Zypern gilt ein generelles Gegenstandsverbot für Reservekanister für Autos. Auch viele Fähren nach Skandinavien setzen darauf. Vor der Reise lohnt sich also immer eine Abfrage bei der Reederei, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Am besten eignen sich stabile Metallkanister, keine alten Kunststoffbehälter, aus denen Dämpfe entweichen können. Man sollte auch darauf achten, dass der Kanister nicht älter als fünf Jahre ist. Außerdem sollte man auch nur so viel Kraftstoff mitnehmen, wie im Notfall wirklich nötig ist. Zu viel kann zu schnell unnötig gefährlich werden. Wenn man das alles beachtet, bleibt der Urlaub auch entspannt, ohne Bußgelder zu riskieren.