Zu hohe Spritpreise: Elektroautos werden attraktiver

Mehrere aufgereihte E-Ladesäulen stehen nicht gebraucht in Reih und Glied und warten, bis ein E-Auto sie benutzt. Sie sehen neu und hochwertig aus. Insbesondere Vielfahrer lieben Elektroautos.
Symbolbild © istockphoto/PhonlamaiPhoto

Die Spritpreise steigen in Deutschland deutlich und belasten viele Haushalte. Experten raten deshalb, beim Autokauf stärker auf Elektrofahrzeuge zu achten, da sich deren Kostenstruktur und Ladeinfrastruktur spürbar verbessert haben. Die Elektroautos werden attraktiver.

Die Spritpreise steigen seit Monaten deutlich und setzen Autofahrer unter Druck. An vielen Tankstellen liegt der Preis für Benzin und Diesel über der Marke von zwei Euro pro Liter, weshalb Pendler und Vielfahrer ihre Ausgaben neu kalkulieren müssen.

Hohe Spritpreise belasten Autofahrer und Pendler zunehmend

Der tägliche Weg zur Arbeit, Einkäufe oder Familienbesuche kosten mehr Geld, weshalb die Entwicklung für viele Autofahrer zur dauerhaften Belastung wird. Für zahlreiche Menschen wird der Alltag durch die hohen Kraftstoffpreise spürbar schwieriger, denn Mobilität gehört zu den festen Ausgaben im Monat. Besonders Pendler im ländlichen Raum können kaum auf das Auto verzichten und müssen die steigenden Kosten akzeptieren. Viele Haushalte streichen deshalb andere Ausgaben, planen ihre Fahrten genauer oder bilden Fahrgemeinschaften, um Geld zu sparen. Gleichzeitig wächst die Sorge vor weiteren Preissteigerungen, weil internationale Krisen und Energiepreise den Markt weiterhin beeinflussen.

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Elektroautos werden attraktiver

Noch vor einigen Monaten zögerten viele Verbraucher beim Kauf eines Elektroautos, weil sie hohe Anschaffungskosten und eine unzureichende Ladeinfrastruktur befürchteten. Viele Interessenten zweifelten an der Reichweite und sahen im Verbrenner die verlässlichere Lösung für den Alltag. Auch fehlende Lademöglichkeiten in Wohngebieten und Unsicherheit über Strompreise bremsten die Nachfrage. Dennoch veränderte sich die Stimmung mit den steigenden Spritpreisen.

Der ACE Auto Club Europa empfiehlt inzwischen, beim Fahrzeugkauf auch Elektroautos ernsthaft zu prüfen. Verkehrsexperten sehen deutlich bessere Rahmenbedingungen, weil das Netz an Ladesäulen wächst und sich die Preise für neue Modelle stärker an klassischen Fahrzeugen orientieren. Staatliche Förderungen erleichtern zudem die Finanzierung, weshalb sich der Umstieg für viele Haushalte schneller rechnen kann. Vor allem die laufenden Kosten sprechen für den Elektroantrieb, denn Strom bleibt im Vergleich zu Benzin oft günstiger und reagiert weniger stark auf internationale Krisen. Wer zu Hause lädt, kann seine Kilometerkosten deutlich senken und langfristig Geld sparen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Augsburger Allgemeine, ACE, ecomento)